Erfahrungen mit der Routenauswahl

  • Liebe Freunde des unkompliziertesten Fahrtweges,


    Ich habe mit dem PNA 470 folgende Erfahrungen gemacht, die ich als unangenehm empfinde:


    - bei der Wahl "schnelle Route" sucht sich das Gerät die RECHNERISCH schnellste Route aus. Dabei pssiert es immer wieder, daß eine Route gewählt wird, die zwar bei einer Gesamtfahrzeit v. z.B. einer Stunde 2 Minuten schneller ist, dafür aber über 20 km länger


    - das Grät empfielt zu einem Ziel, das man gleichermaßen über zwei alternative Landstraßen erreichen kann, die etwas kürzere Strecke, obwohl diese aufgrund von Kurven, Bergen und Ortschaften nicht halb so schnell befahren werden kann, wie die nur geringfügig längere Landstraßenstrecke, auf der man die Strecke mit 120 Km/h "abbüglen" könnte.


    Für ersteres stellt sich mir die Frage, ob es ggf. sinnvoller ist, standardmäßig die Berechnung auf "ökonomische Route" zu stellen? ?(
    Da ich die Parameter der Berechnung nicht kenne, hoffe, ich auf Erfahrungsberichte von Euch. Die (schlechte) Alternative wäre sonst, vor jeder Fahrt in unbekannte Gefilde, ersteinmal alle Berechnungsmodi in der Übersicht anzusehen und dann nach Gefühl auszuwählen...


    Das zweite Problem hängt wohl damit zusammen, daß das Gerät für Landstraßen ein einheitliches Geschwindigkeitsprofil verewendet. Trotzdem ist dies sehr ärgerlich, weil einem Routen vorgeschlagen werden, die man niemals fahren würde, wenn man sich diese vorher auf der Landkarte ansehen würde, und weil einem auf der vermeintlich schnelleren Strecke Ankunftszeiten vorgegaukelt werden, die sich auf der empfohlenen Straße nicht erreichen lassen...



    Viele Grüße


    Nagavi

    2 Mal editiert, zuletzt von Nagavi ()

  • Mit "schneller Route" habe ich auf versuchsweise auf meinem täglichen Weg zur Arbeit ähnliche Erfahrungen machen müssen. Bei "ökonomischer Route" routet das Navi so, wie es für mich vernünftig ist und wie ich bisher auch schon gefahren bin.


    Mittlerweile habe ich die Einstellung fest auf "ökonomische Route" gelegt und fahre im wahrsten Sinn des Wortes gut damit.


    Gruß ferris

  • Zitat

    Original von ferrismachtblau
    Mittlerweile habe ich die Einstellung fest auf "ökonomische Route" gelegt und fahre im wahrsten Sinn des Wortes gut damit.


    Ich habe auch "ökonomische Route" als Standard eingestellt. Und ggf. füge ich noch ein Zwischenziel ein, falls mir die vorgeschlagene Route nicht ganz gefällt, oder ich deaktiviere die Autobahnen, falls die Route einen zu großen Umweg macht.


    Normalerweise passt aber der "ökonomische Vorschlag" und falls nicht (z.B. auf Grund "Insiderwissens"), fahre ich mal von der vorgeschlagenen Route ab und die neue Berechnung daraufhin passt dann wieder.

  • Vielen Dank für die Rückmeldungen. Ich hatte schon vermutet, daß die ökonomische Route in der Regel die bessere sein könnte.


    Die Lösung, im Zweifel so zu fahren, wie man es für besser hält, finde ich zweifelhaft. Das Navi braucht man ja genau dann, wenn man nicht weiß, welche Route man nehmen soll. Da hat sich Gopal nicht mit Ruhm bekleckert...


    Gruß


    Nagavi

  • Ich habe ebenfalls ökonomische Route eingestellt und bin sehr zufrieden mit dem Routing.


    Zu Deiner Kritik möchte ich nur anmerken, dass keine auf dem Markt befindliche Navisoftware die Topographie der Strecke berücksichtigt, wie soll das auch gehen. Ein Navi ist und bleibt nunmal ein Hilfs- und kein Allheilmittel. Sinn ist es primär Dich an das gewünschte Ziel zu bringen und das tut es auch. Das Denken ersetzt es nicht, auch wenn es viele hier in diesem Forum glauben (nicht persönlich auf Dich bezogen).

    Einmal editiert, zuletzt von Cola Trinker ()

  • Zitat

    Original von Cola Trinker
    Zu Deiner Kritik möchte ich nur anmerken, dass keine auf dem Markt befindliche Navisoftware die Topographie der Strecke berücksichtigt, wie soll das auch gehen.


    Anhand von Kurvenradien und Steigungsverhältnissen sowie der Anzahl von Ortsdurchfahren (mit entspr. Geschw.begrenzungen) sollte es doch möglich sein, eine realistische Durchschnittsgeschwindigkeit zu berechnen; im Augenblick hat es den Anschein, Landstraße = Landstraße, egal, wieviele Käffer durchfahren werden und egal, wie kurvig die Strecke ist.

  • Ich bin mit der "ökonomischen Route" auch sehr zufrieden.


    Die Einstellungen "schnellste" und "kürzeste" beim MN5 hatten mich nie überzeugt: bei "schnellste" wurde ich mehrfach auf Umwege geschickt, nur um die Bundesstrasse, die zufällig auch durch die Stadt führte, benutzen zu müssen - obwohl das in der Stadt auch nicht schneller geht als andere Straßen (wurde aber auf Grund der Einstufung als Bundesstraße offenbar für schneller gehalten).


    "Kürzeste" hingegen war mir schon lieber, aber natürlich nicht mehr brauchbar, wenn die Route aus der Stadt herausführte.


    Deshalb: ein : drink auf die "ökonomische Route"!


    kleriba

  • @ClolaTrinker: Was das Problem mit den Landstraßen angeht, magst Du Recht haben. Die Funktion "schnelle Route" sollte allerdings schon das Verhältnis zwischen Zeitersparnis und dafür aufzuwendender Mehrstrecke berücksichtigen können.


    Egal, jetzt sind wir schlauer und stllen wohl in der Regel auf "ökonomische Route". Jedenfalls scheint mir das die vorläufige Schlußfolgerung aus den geposteten Erfahrungsberichten zu sein.


    Gruß


    Nagavi

  • Hallo,

    Zitat

    Original von Nagavi
    Die Lösung, im Zweifel so zu fahren, wie man es für besser hält, finde ich zweifelhaft. Das Navi braucht man ja genau dann, wenn man nicht weiß, welche Route man nehmen soll.


    Ich sehe das Problen nicht, denn es gibt doch nur zwei Möglichkeiten:
    1) Ich kenne eine bessere Route (warum auch immer), dann fahre ich so, wie ich es für richtig halte und das Navi stellt sich ja nun wirklich schnell auf die neue Situation ein.
    2) Ich weiß es auch nicht besser, dann fahre ich eben so, wie es das Navi vorschlägt. Die Route wird schon passen (auch wenn's in der Tat eine noch bessere gegeben hätte).


    Gruß,
    Stefan

  • Solange die Zeitersparnis auch nur 1Minute ist, wird er immer die längere Strecke nehmen. Du wolltest ja schließlich die schnellste. Genauso ist es bei der kürzesten. Dem Navi ist es egal wie lange es dauert, es fährt den kürzrsten Weg. Deshalb gibt es ja als Kompromiss die Ökonomische Route.

  • Zitat

    Original von wind-hund


    Anhand von Kurvenradien und Steigungsverhältnissen sowie der Anzahl von Ortsdurchfahren (mit entspr. Geschw.begrenzungen) sollte es doch möglich sein, eine realistische Durchschnittsgeschwindigkeit zu berechnen; im Augenblick hat es den Anschein, Landstraße = Landstraße, egal, wieviele Käffer durchfahren werden und egal, wie kurvig die Strecke ist.


    Möglich ist sicherlich alles, aber bestimmt nicht für einen bezahlbaren Preis und erst Recht nicht für 379 Euro!

  • Also ich habe bisher nur einen Test mit der ökonomischen Route gemacht und war so unzufrieden, dass ich nun immer die schnellste nehme.


    Da schickt mich das Navi quer durch die Stadt (voller Ampeln und Stau) obwohl es eine Schnellstraße gibt, die nun wirklich nicht viel länger ist.


    Aber ich kann mir auch vorstellen, dass es wahnsinnig kompliziert ist, so etwas zu programmieren und deswegen bin ich voll zufrieden. Ist immer noch besser als stundenlang nach dem richtigen Weg zu fragen!

  • @ StefanDausR: Nun ja, ob in dieser Frage nun ein Problem sehen möchte, oder mit Deiner Argumentation nicht, ist wohl letztlich eine Frage des Anspruches, den ich an ein technisches Hilfsmittel habe, schließlich führen ja bekanntlich alle Wege nach Rom... :)


    Gruß


    Nagavi

  • Hi Leute,


    danke für die info, habe mein Navi auf ökonomische Route umgestellt um zu sehen bzw. zu testen welche die bessere alternativ ist.


    Da ich momentan auf der Arbeit bin, wird die Rückfahrt sehr wahrscheinlich einen erlebnis etwas neues gelernt zu haben. ;D


    MFG : drink

  • Zitat

    Original von wind-hund


    Anhand von Kurvenradien und Steigungsverhältnissen sowie der Anzahl von Ortsdurchfahren (mit entspr. Geschw.begrenzungen) sollte es doch möglich sein, eine realistische Durchschnittsgeschwindigkeit zu berechnen; im Augenblick hat es den Anschein, Landstraße = Landstraße, egal, wieviele Käffer durchfahren werden und egal, wie kurvig die Strecke ist.


    Um etwas Hintergrund in die Diskussion zu bekommen, eine kurze Beschreibung, auf welcher Basis Route und Zeit berechnet werden.
    Die Straßen, auf denen geroutet wird, sind in unterschiedliche Kategorien ungestuft: BAB, Bundes-, Land-, Gemeindestraßen usw. Das ganze auch noch einmal für inner- und außerorts unterschieden. Jeder dieser Kategorien sind festgelegte Durchschnittsgeschwindigkeiten zugeordnet, die sogenannten Geschwindigkeitsprofile.
    Zusätzlich gibt es für jede Straßenkategorie Preferenzen. Diese werden mit der jeweiligen Durchschnittsgeschwindigkeit multipliziert und ergeben die "Wertigkeit", mit der die betreffende Straße zum Routing herangezogen wird. Aus den Profilen und der Streckenlänge wird die benötigte Zeit berechnet.


    Aufgrund der Fülle der zur Verfügung stehenden Straßen, ist der Rechenaufwand schon alleine mit diesen Rahmenparametern nicht gering. Deshalb wird auch nicht jede denkbare Kombination berechnet. Die Routingalgorithmen sind so, daß teilweise "geschätzt" wird.
    Das kann sich so auswirken, daß beim bewussten Verlassen der berechneten Strecke und dann erfolgtem Rerouting, die angegebene Ankunftszeit schlagartig um einige Minuten vorverlegt wird, obwohl "schnellste Route" eingestellt ist.


    Nun stellt euch vor, was passieren würde, sollten noch Parameter wie Steigung, Kurvenradien und -häufigkeit oder auch Anzahl der Ampeln mit einbezogen werden. Entweder die Berechnungszeit wäre nicht mehr tragbar, oder die Größe der Geräte, oder der Preis, oder alles miteinander. Zusätzlich kommt noch hinzu, daß die dafür erforderlichen Attribute in den mitgelieferten Karten nicht vorhanden sind. Ich bezweifel zwar nicht, daß Navteq oder Teleatlas die liefern könnten. Sie würden sie sich aber auch bezahlen lassen.


    Noch eins zu Profilen und Preferenzen. Bei GoPal, wie auch bei den meisten anderen Navisoftanbietern, sind sie fest in Kartenmaterial oder Software integriert.
    Navigon hat sie in bearbeitbaren Dateien hinterlegt. Durch mit viel Knowhow vorgenommenes Ändern, Ausprobieren und "Erfahrung" kann das Routing dort beeinflußt werden. Oft kommen dann Profile zustande, die deutlich zufriedenstellendere Routen zustandebringen als die originalen.


    Gruß
    bonnie