Hallo!
Ich bin seit 2 Monaten als LKW-Fahrer (40 Tonnen Sattelzug) angestellt. Wir fahren hauptsächlich Lebensmittel (Frisch & Tiefkühl) Da ich hauptsächlich als Springer arbeite, habe ich nicht immer bekannte Touren oder weiß schon vorher, wo es hingeht. Wenn, dann kann ich mir die Routen in Ruhe ansehen und dann klappt es auch.
Oft erfahre ich es aber erst kurz vorher, bzw es ändert sich unterwegs etwas. Da das Studieren von Karten recht zeitaufwändig ist und man auch nicht für jeden Ort eine Stadtkarte hat, habe ich mir ein Tom Tom Go 300 gekauft.
Klappt auch eigentlich super und insgesamt bin ich sehr zufrieden. Straßen in größeren Orten & Industriegebieten habe ich damit bislang immer ohne Probleme ansteuern können.
Was mich jedoch stört:
z.B. will es mich von Oldenburg nach Vaassen (NL) über die Autobahn führen, statt über die perfekt ausgebaute B213. Die Strecke über die Autobahn ist 90 Kilometer weiter. Kostet also um die 25-30 Liter Sprit, jede Menge Maut und vor allem eine Stunde!
Das scheint aber zu klappen, wenn ich das Profil "begrenze Geschwindigkeit" einstelle.
Dann habe ich jedoch, wenn ich zu Kunden "in der Pampa" muß ein anderes Problem: Oft soll ich dann von Landstraßen in irgendwelche Wald- und Wiesenwege abbiegen, die selbst mit einem PKW nicht zu empfehlen wären.
Vor allem verstehe ich nicht, daß sogar Straßen, die nur für land- und forstwirtschaftliche Nutzung freigegeben sind, mit in die Berechnung einbezogen werden.
2 x bin ich bislang darauf reingefallen. Ist natürlich ganz toll, wenn man nach 5km feststellt, daß man mit seinem 18-Meter LKW nicht weiterkommt und weit und breit kein Platz zum Wenden ist.
Vorgestern sollte ich in eine Straße fahren, die bis 16-Tonnen zugelassen ist. Da ich noch leer war (18,8 Tonnen), dachte ich, daß ich die 4 Kilometer, bis ich lt. Navi wieder auf eine Bundesstraße komme, wohl riskieren könne.
Leider kam nach etwa einem Kilometer (keine Abbiegemöglichkeit vorher!) ein weiteres Schild: 6 Tonnen!
Weltklasse, aber was sollte ich machen. Also weitergefahren, bis zum nächsten Schild: 3,5 Tonnen!
Inzwischen war die Straße auch so breit wie mein LKW, links und rechts Bäume, die mir bedrohlich nahe kamen. Dann ein paar enge Kurven und das nächste Schild: Brücke 100m ![]()
Glaubt mir, ich hätte heulen können. Da ich eh nicht zurückkonnte, wollte ich mir die Brücke zumindes mal ansehen. Zu meinem Glück stand direkt vor der (Holz-)Brücke ein 16-Tonnen Schild.
Da ich davon ausgehe, daß in Deutschland beim Brückenbau auch gewisse Reserven eingeplant wurden und ich ja nicht mit meinem ganzen Gewicht auf einmal drauf bin, bin ich drüber. Hatte aber ganz schön kurbeln müssen, da die Brücke auch nicht gerade breit war und wie gesagt nach einer Kurve war.
Auf der Rückfahrt habe ich das Navi dann nich beachtet und bin den Straßenschildern gefolgt. Kam dann wieder dort an, wo mich das Navi hat abbiegen lassen. War dank TomTom eine gesparte Strecke von etwa 5 Kilometern. ![]()
Ist zwar eigene Blödheit, daß ich trotz Schild da reingefahren bin (wobei ich mich frage, warum da 16-Tonnen steht, wenn etwas später nur noch 3,5 Tonnen zugelassen sind) Wäre ich voll beladen gewesen, hätte ich ein riesen Problem gehabt.
Nun zu meinen eigentlichen Fragen:
1.) Wie soll ich mich künftig verhalten? Einfach das Navi in solchen Situationen ignorieren (habe ich auch schon versucht, man versucht dann, mich auf den nächsten Feldweg zu zwingen)
2) Welches Profil ist sinnvoll?
3) Besteht denn inzwischen Hoffnung, daß zumindest Gewichtsbeschränkungen (generell 40 Tonnen würde mir schon reichen) und Durchfahrtsverbote nicht in der Planung berücksichtigt werden? Auf Höhe kann ich ja noch selbst achten
Danke!
Grüsse