Anfängerfragen Becker Cascade

  • Habe gestern endlich mein Cascade bekommen und heute gleich eingebaut. Nun habe ich ein paar Fragen dazu:


    1. Habe den Rückwärts-Gang nicht angeschlossen (auch nicht an Masse). Die Navigation funktioniert allerdings trotzdem. Macht es Sinn das Kabel trotzdem an die Masse oder den Rückwärtsgang anzuhängen?


    2. Das Telefonieren funktioniert nicht: Wenn mich jemand anruft kann ich das Gegenüber zwar bestens verstehen, aber mein Gegenüber hört mich fast nicht. Kann man die Mikro-Lautstärke irgendwo einstellen?


    3. Aufgrund welcher Indikatoren schaltet das Becker auf Nachtdesign um (Lichtsensor, Zeit?) und kann ich in der Nacht auch irgendwie auf das normale Tagdesign schalten?

  • Moin!


    Zu1: Da scheiden sich die Geister. Grundsätzlich wird der Anschluß empfohlen, vielen lassen es aber bleiben, da der Aufwand die entsprechende Leitung zu legen vielen zu hoch ist.


    Zu2: Ich denke, da hast du die beiden drähte in dem blauen Stecker falsch eingesteckt (rot und schwarz vertauscht) oder das Micro hängt an einer dämlichen position.
    Ich habe das Cascade Pro und da gibt es in den Einstellungen einen Punkt für Microempflindlichkeit. Schau halt dort noch mal nach.


    Zu 3: Links neben dem OK-Knopf befindet sich ein Lichtsensor. Der steuert die Umschaltung. Manuell ist da nichts zu machen. Lediglich kann man einstellen, dass das Gerät immer wieder in zeitlich festgelegtem Abstand zw. Tag und Nachtdesign wechselt (im Menü "intervall")


    Gruß,
    Itzak

  • N' Abend!


    1) Entweder, Du schließt den Rückwärtsgang korrekt an, oder läßt es ganz (ich würde das erste empfehlen, siehe hier).
    Es macht keinen Sinn den Anschluß auf Masse zu legen, Du verwechselst da was mit dem Handbrems-Signal. Der Trick hilft bei einigen Werksnavis, um den Speedlock auszuhebeln/die TV-Anzeige während der Fahrt freizuschalten, das brauchst Du aber beim Cascade nicht.


    2) Ich tippe ebenfalls auf vertauschte Drähte vom Mikro. Die Empfindlichkeit läßt sich beim normalen Cascade nicht einstellen, lediglich eine Abstimmung gemäß der Einbauposition kann man vornehmen.


    3) Itzak hat schon alles dazu gesagt.


    MfG
    brembo

  • Hallo!


    Natürlich kasnn man das Rückfashrsignal bei Becker Navis auf Masse legen, wenn man es schon nicht als Rückfahrsignal nutzt. Das ist auf jeden Fall besser, als gar nichts anzuschließen. Habe schon `ne Menge Probleme mitbekommen bei Fahrzeugen, in denen am Anschluss für`s Rückfahrsignal gar nichts angeklemmt war.

    Einmal editiert, zuletzt von Lenny ()

  • @Lenny:
    Das Becker kann grundsätzlich zwei verschiedene Signale als R-Signal verarbeiten, nämlich geschaltenes Plus (Plus liegt an, wenn R-Gang eingelegt ist) und geschaltene Masse (Masse liegt an, wenn R-Gang eingelegt ist). Beides macht Sinn, da es beide Anschlussarten im Kfz-Sektor gibt. In beiden Fällen liegt bei Vorwärtsfahrt in den meisten Fällen kein Signal an, weder Plus noch Minus.


    Bei der ersten Kalibration (nach der ersten Inbetriebnahme) checkt das Gerät die Signale, u.a. das R-Signal. In diesem Moment wertet das Gerät das zu diesem Zeitpunkt am R-Pin registrierte Signal (egal welches, Plus/Minus oder eben gar kein Signal) als Normzustand = Vorwärtsfahrt. Jede zukünftige Änderung des Signales an diesem Pin wertet das Gerät künftig als eingelegten R-Gang, das ist die Funktionsweise. Wenn zu besagtem Zeitpunkt Masse anliegt, weil Du den Pin auf Masse gelegt hast, dann bedeutet das für das Gerät nichts weiter, als das dieser Zustand der Vorwärtsfahrt entspricht. Das gleiche gilt, wenn am Pin nichts anliegt. Das Signal wird gecheckt, der (nicht vorhandene) Impuls wird als Normzustand abgelegt und fertig.
    Es leuchtet mir beim besten Willen nicht ein, warum es deshalb zu Störungen kommen sollte, da in der Funktionalität praktisch kein Unterschied zum dauerhaften Masseanschluß besteht.


    Ich lasse mich natürlich gerne eines besseren belehren, sofern mir jemand die Problematik schlüssig erklärt.


    Nichtsdestotrotz würde ich die paar Minuten Mehrarbeit IMMER investieren ud das R-Signal in jedem Fall anschließen, soviel steht fest.


    MfG
    brembo

  • Hallo brembo!


    Zitat

    Bei der ersten Kalibration (nach der ersten Inbetriebnahme) checkt das Gerät die Signale, u.a. das R-Signal. In diesem Moment wertet das Gerät das zu diesem Zeitpunkt am R-Pin registrierte Signal (egal welches, Plus/Minus oder eben gar kein Signal) als Normzustand = Vorwärtsfahrt. Jede zukünftige Änderung des Signales an diesem Pin wertet das Gerät künftig als eingelegten R-Gang, das ist die Funktionsweise. Wenn zu besagtem Zeitpunkt Masse anliegt, weil Du den Pin auf Masse gelegt hast, dann bedeutet das für das Gerät nichts weiter, als das dieser Zustand der Vorwärtsfahrt entspricht. Das gleiche gilt, wenn am Pin nichts anliegt. Das Signal wird gecheckt, der (nicht vorhandene) Impuls wird als Normzustand abgelegt und fertig.


    Dieses (Fach-)Wissen hast Du wo her?


    Zitat


    Es leuchtet mir beim besten Willen nicht ein, warum es deshalb zu Störungen kommen sollte, da in der Funktionalität praktisch kein Unterschied zum dauerhaften Masseanschluß besteht.


    Wenn der R-Pin so funktioniert, wie Du es beschrieben hast, sollten keine Probleme in der Funktionalität auftreten. Dass der R-Pin so funktioniert, wäre mir aber neu. Und die Erfahrungen vieler - so auch die meinigen - sprechen durchaus eine andere Sprache... Nämlich die, dass es durchaus zu Störungen kommen kann, wenn man eben gar nichts am R-Pin anschließt.


    Für meinen Teil muss ich das ehrlicherweise aber auf Cascade-Vorgänger beschränken, die ich seit Jahren nutze. Das Cascade selbst hatte ich noch nicht, kann mir aber auch nicht vorstellen, dass Becker da irgendwas an seinen Anschlüssen geändert hätte...



    Zitat


    Nichtsdestotrotz würde ich die paar Minuten Mehrarbeit IMMER investieren ud das R-Signal in jedem Fall anschließen, soviel steht fest.


    Eben! :)

  • Zitat

    Original von brembo
    In beiden Fällen liegt bei Vorwärtsfahrt in den meisten Fällen kein Signal an, weder Plus noch Minus.


    Wie kommst Du denn darauf?
    Wenn der Schalter für den Rückwärtsgang nicht geschlossen ist liegt die Leitung dennoch auf festem Potenzial. Entweder bei alten Fahrzeugen direkt über die Glühbirne (womöglich auch über eine Relais-Spule), bei neueren ggf. durch den Eingang des CAN-Bus Interfaces, durch das das Signal verarbeitet wird (zwar hochohmiger - aber trotzdem auf genau definiertem Pegel, ansonsten würde während des Vorwärtsfahren womöglich ständig der Rückfahrt-Scheinwerfer ein und aus gehen).

  • Zitat

    Dieses (Fach-)Wissen hast Du wo her?


    Hier aus dem Board. Im konkreten Fall hatte jemand den Fehler, das der Radioton bei eingelegtem Vorwärtsgang leiser wurde und bei eingelegtem R-Gang auf Normalniveau anstieg. Letztendlich stellte sich heraus, dass das Gerät bei der Erstkalibrierung/Inbetriebnahme so vorgeht, wie ich es beschrieben habe. Bei besagtem User war während der Inbetriebnahme der R-Gang eingelegt, das Navi definierte das Signal am R-Pin daraufhin als Normalzustand. Was wiederum dazu führte, dass das Gerät beim einlegen eines Vorwärtsganges glaubte, der R-Gang würde eingelegt werden. Somit funktionierte die Unterstützung für die Einparkhilfe verkehrt herum.
    Der User hat sein Navi anschließend nochmals abgeklemmt und die erneute Inbetriebnahme ohne eingelegten R-Gang vollzogen, worauf alles so funktioniert hat, wie es sollte. Im Laufe des Threads kam eben auch die Aussage (bezugnehmend auf ein Telefonat mit der Becker-Technik), das bei der Inbetriebnahme die beschriebenen Vorgänge ablaufen, weshalb eben wichtig ist, das der R-Gang (bei angeschlossenem Signal versteht sich) nicht eingelegt ist, wenn das Gerät das erste Mal in Betrieb genommen wird.


    Zitat

    liegt die Leitung dennoch auf festem Potenzial.


    Das ist ein Argument! Soweit hab' ich Hornochse natürlich mal wieder nicht gedacht! Ist natürlich durchaus möglich, das die Elektronik ein solches zwingend benötigt, was die Fehlfunktionen beim kompletten Fehlen des Signals erklären könnte.


    Einigen wir uns darauf, dass das R-Signal seeehr wichtig ist, damit ich mein Gesicht waren kann?? :D :D


    MfG
    brembo

  • Hi brembo!


    Zitat

    Hier aus dem Board. Im konkreten Fall hatte jemand den Fehler, das der Radioton bei eingelegtem Vorwärtsgang leiser wurde und bei eingelegtem R-Gang auf Normalniveau anstieg. Letztendlich stellte sich heraus, dass das Gerät bei der Erstkalibrierung/Inbetriebnahme so vorgeht, wie ich es beschrieben habe. Bei besagtem User war während der Inbetriebnahme der R-Gang eingelegt, das Navi definierte das Signal am R-Pin daraufhin als Normalzustand.


    Sorry, aber das kann ich nicht nachvollziehen. Du müsstest mir da schon mal erklären, woher das Navi denn "gewusst" haben soll, dass bei der Inbetriebnahme der Rückwärtsgang eingelegt war bzw. dass anschließend ein Vorwärtsgang eingelegt wurde? Immerhin wurde ihm das am R-Pin - also dem einzigen Anschluss, über den das Navi einen solchen Wechsel von Rückwärts- auf Vorwärtsgang (oder umgekehrt) überhaupt feststellen kann, ja gerade nicht übermittelt?


    Darf ich Dich nochmal an Deine Behauptung erinnern?

    Zitat

    Bei der ersten Kalibration (nach der ersten Inbetriebnahme) checkt das Gerät die Signale, u.a. das R-Signal. In diesem Moment wertet das Gerät das zu diesem Zeitpunkt am R-Pin registrierte Signal (egal welches, Plus/Minus oder eben gar kein Signal) als Normzustand = Vorwärtsfahrt. Jede zukünftige Änderung des Signales an diesem Pin wertet das Gerät künftig als eingelegten R-Gang, das ist die Funktionsweise. Wenn zu besagtem Zeitpunkt Masse anliegt, weil Du den Pin auf Masse gelegt hast, dann bedeutet das für das Gerät nichts weiter, als das dieser Zustand der Vorwärtsfahrt entspricht. Das gleiche gilt, wenn am Pin nichts anliegt. Das Signal wird gecheckt, der (nicht vorhandene) Impuls wird als Normzustand abgelegt und fertig.
    Es leuchtet mir beim besten Willen nicht ein, warum es deshalb zu Störungen kommen sollte, da in der Funktionalität praktisch kein Unterschied zum dauerhaften Masseanschluß besteht.


    Darüber diskutieren wir hier doch, oder? Ich frage mich, wie das Navi einen Impulswechsel bemerken soll, wenn am R-Pin nichts anliegt, was eben diesen übermittel kann?


    Zitat

    Was wiederum dazu führte, dass das Gerät beim einlegen eines Vorwärtsganges glaubte, der R-Gang würde eingelegt werden.


    Siehe oben. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wie das Navi dies hat schlussfolgern können?

    3 Mal editiert, zuletzt von Lenny ()

  • @Lenny:
    Jetzt haben wir uns offensichtlich mißverstanden. Im von mir beschriebenen Beispiel war das R-Signal selbstverständlich angeschlossen. Nur war eben bei der Inbetriebnahme der Rückwärtsgang auch eingelegt. Da das Gerät jedoch bei der Erstinbetriebnahme/Kalibrierung stets davon ausgeht, das ein Vorwärtsgang/der Leerlauf eingelegt ist, wird das in diesem Zustand anliegende, bzw. nicht anliegende Signal als Vorwärtsgang/Neutralstellung definiert. Wird dann der Vorwärtsgang tatsächlich eingelegt, definiert das Navi die Signalveränderung am R-Pin als eingelegten Rückwärtsgang.


    Ich hatte Deine Frage so verstanden, das Du wissen wolltest woher ich weiß, dass das Navi bei der Erstinbetriebnahme/Kalibrierung die Eingangssignale checkt und die Definition für das R-Gang-Signal ablegt.


    Wenn am R-Pin kein Signal anliegt, weil schlicht und einfach kein Kabel angeschlossen ist, reagiert das Navi natürlich auch nicht auf einen eingelegten R-Gang. Ich wollte mit der Darstellung eigentlich nur verdeutlichen, das bei nicht belegtem R-Pin auch keine Störungen zu erwarten sind, da sich das Signal ja pratisch nie ändert, es ist ja keines da.
    Zu diesem Zeitpunkt hatte ich halt nicht soweit gedacht, dass das Gerät evtl. ein festes Potenzial (beispielsweise Masse) am R-Pin benötigt, um störungsfrei zu funktionieren. Und ein solches Potenzial ist bei freilassen des R-Pin ja eben nicht vorhanden. Du könntest also durchaus Recht haben, ich habe den Gedanken einfach nicht zu Ende gedacht.


    MfG
    brembo

  • So hier noch was zur Genauigkeit. Ist zwar sicherlich schon 3000 mal beschrieben worden aber immer wieder gerne.
    A __________________

    B _______X__________


    Dies soll zwei parallele Straßen darstellen. Du fährts vorwärts in deine Einfahrt X vor deine Garage. Am nächsten Morgen wieder rückwärts raus. Die Frage. Wo wird dein Navi glauben das es ist? Straße A oder Straße B. In der Regel Straße B, obwohl es eigentlich Straße A ist. Die Navi denkt einfach Du fährts vorwärts. Dem entsprechend kann es sein, das deine Navi in solchen Fällen Fahranweisungen für die falsche Straße gibt.
    Ich persönlich hatte es eine Zeit lang nicht angeschlossen. Die Navi funktionierte gut, leistete sich aber hier und da kleine schwächen. Mit angeschlossenem R-Signal konnte ich keine schwächen feststellen. Ich denke jetzt kann jeder selber entscheiden ob er kleine schwächen in kauf nimmt oder nicht.