Streckentest 7916

  • Habe ich doch tatsächlich noch rechtzeitig vor meinem Umzug das 7916 (ohne TMC) erhalten. Nun werde ich es in wenigen Tagen auf der Strecke Köln-München (one-way) testen können. Werde hier meine Erfahrungen schildern.
    Bisher macht das Gerät samt Halterung einen sehr soliden Eindruck. Bis jetzt bin ich froh, dass ich etwas länger gewartet habe und das 7988 nicht genommen habe. Ich denke, das etwas größere Display, die Hard Buttons und die Option einer Radio-Stummschaltung mit dem noch ausstehenden TMC-Modul dürften Grund genug sein. Die Software war ja bereits beim 7988 angenehm aufgefallen.
    Zur Sicherheit werde ich mir noch einen Map24-Plan beilegen. Habe bis jetzt noch nie Navis benutzt und bin daher vielleicht etwas übervorsichtig.
    Also, bis demnächst mit weiteren Infos.


    maddib

  • Hier schonmal ein kleiner Vorabbericht.


    Habe gestern das 7916 in meinen MX5 "eingebaut". Alles sehr einfach zu bewerkstelligen. Die Halterung machte bereits in der Verpackung einen sehr soliden Eindruck. Während der Fahrt konnten holprige Straßen die Konstruktion nur minimal erschüttern. Das Navi sitzt gut in der Halterung und lässt sich doch einfach wieder entnehmen. Ich habe das Navi mittig der Frontscheibe angebracht, so daß es eben über den beiden mittigen Lüftungsaugängen hängt. So lässt es sich sehr gut mit der rechten Hand bedienen.
    Bei Dunkelheit ist das Display mit Nachtbeleuchtung hervorragend ablesabr.
    Die deutsche Damenstimme finde ich sehr ansprechend, auch wenn sie bei den km-Angaben leicht stockt. Das geht besser, ist aber immer noch akzeptabel.
    Die Tonqualität des eingebauten Lautsprechers ist seiner Größe entsprechend angemessen. Allzuviel darf man hier allerdings nicht erwarten. Es gibt aber auch schlimmeres. An den Eingang des Radios angeschlossen, ergibt sich hier aber schon ein ganz anderes Sound-Erlebnis. Dieses möchte ich später mit dem TMC-Modul auch gerne beibehalten (mit Stummschaltung). Ist das Radio nicht zu laut eingestellt, so kann man aber auch ohne Probleme die Ansagen des Navis parallel mitbekommen.
    Während der Fahrt zwischen Köln und Frechen hatte ich mit ganz nach oben geklappter GPS-Antenne immer zwischen 9 und 11 empfangbare Satelliten. Jede Stufe weiter nach unten geklappt verminderte sich der Empfang um 1 bis 2 Satelliten.
    Unerhofft warnte das Navi auch gleich bzgl. Überschreitung der zulässigen Maximalgeschwindigkeit. Die nette Dame sagt "ACHTUNG", und auf dem Display erscheint die erlaubte Geschwindigkeit.


    Und ein paar Dinge, die mir nicht so gefallen.


    Das Touchpanel ist bei Berührung sehr - ich meine sehr - empfindlich. Hat man den Finger nur einen Tick länger am Display, wird bei einem Wechsel des Bildinhalts schon die nächste Funktion aufgerufen. Das nervt ab und an schon (bin kein Grobmotoriker).


    Der Aufbau der Grafik (Menüs oder Karte) scheint mir - manchmal - etwas träge. Bin mir nicht sicher, ob das so normal ist. Vielleicht kann man unter WinCE hier ja noch etwas einstellen.


    Das 7916 hat keinen echten Ein-/Aus-Schalter wie das 7988. Drum dachte ich, dass es bzgl. GPS-Initialisierung etwas flotter wäre. Es scheint nach dem "Einschalten" erstmal sein GPS neu zu suchen/finden, auch wenn es vielleicht nur ca. 10 Minuten vorher "ausgeschaltet" wurde. Jedenfalls murmelte es bei neuer Route öfter "GPS-Signal nicht vorhanden", obwohl freie Sicht war. Nach ca. 1 bis 2 Minuten ging's dann.
    Das "Ausschalten" des Navis geschieht über langes Drücken des Becker-Buttons. Das "Einschalten" hingegen geht über ein einfaches Anklicken dieses Buttons. Das ist schlicht unglücklich, den hat man das Navi mal eben in die Jackentasche gesteckt, lässt es sich kaum vermeiden, dass es durch Bewegungen unbeabsichtigt angeht. Und das natürlich auf Kosten des Akkus. Ein LANGES Drücken wie beim Ausschalten wäre hier wohl angebracht gewesen.


    In den Einstellungen läßt sich der Piepton Bei Buttons ausschalten (schont die Nerven). Dieses funktioniert jedoch nur bei den Display-Buttons, NICHT bei den Hardbuttons. Hätte so nicht sein müssen.


    Die Ansage "ACHTUNG" (s.o.) erzwingt den Blick auf das Navi. Besser wäre es, wenn die Stimme denn auch gleich mitteilt, was denn nicht i.O. ist, wie z.B. eine Geschwindigkeitsüberschreitung. Kann nicht so schwer sein.



    Die Navigation als solche funktioniert recht gut. Natürlich gibt es auch einige Stolpersteine, doch lassen diese sich meist zwischen den Ohren umgehen. Fehlt beispielsweise die Möglichkeit, bei Zielen eine Hausnummer mit anzugeben, kann der Weg schon etwas umständlicher sein. Bleibt die Hoffnung, dass bei etwaigen Karten-Updates diese Lücken auch konsequent geschlossen werden. Wenn es stimmt, dass der Kartenstand des 7916 IV/2005 ist, kommt man allerdings ins Grübeln, da betroffene Straßen (samt Häuser) bereits seit etlichen Jahren unverändert existieren.


    Was noch ganz schön wäre, ist ein optionaler Bildschirmschoner, der das Display nach gewisser Zeit ohne Ansagen abschaltet und bei erneuter Ansage wieder einschaltet. So wäre man nicht geneigt, öfter (ohne viel Sinn) Richtung Display zu schauen. Wahrscheinlich Gewöhnungssache.


    Soweit, so gut. Bis jetzt bin ich jedenfalls recht zufrieden mit meinem kleinen Helfer.
    Achja, WinCE lässt sich zum Vorschein bringen, wenn man drei Mal auf das NavTeq-Logo klickt. Die Taskbar habe ich jedoch nur nach einem Reset wieder wegbekommen.



    maddib

  • Zitat

    Original von maddib
    Achja, WinCE lässt sich zum Vorschein bringen, wenn man drei Mal auf das NavTeq-Logo klickt. Die Taskbar habe ich jedoch nur nach einem Reset wieder wegbekommen.



    maddib


    Hallo maddib


    Wenn Du ins CE kommst, dann teste doch mal ob PMB läuft :D


    Ansonsten .......ein toller informativer Bericht :)


    LG
    Beast........der wieder das PMB auf seinem 7934 drauf und dadurch einen Turbo Satfix genießt :]

  • Hallo,
    an das "Achtung" gewöhnt man sich. Da registriert man nach ein paar Tagen dass das eine Überschreitung einer Geschwindigkeitsbeschränkung bedeutet. Kann man übrigens im Menü auch ausschalten wenn man das garnicht mag.


    Die Reaktion vom TS finde ich eigendlich OK, der ist nicht empfindlicher wie der anderer Mobilnavis.
    Menüwechsel und Bildaufbau finde ich im direkten Vergelich mit anderen Geräten auch OK, das ein oder andere Menü benötigt halt immer etwas Ladezeit, ist aber ja auch kein Pentium XY ;)


    Sat-Empfang: Antenne waagerecht (also paralell zum Boden) stellen.
    nach dem Einschalten nicht diorekt losfahren sondern ein paar Sekunden warten. Dann ist der 7916 wirklich fix da. Auch wenn ein Gerät nur 10min aus war muss er trotzdem seine Position prüfen, wird es während der Prüfung bewegt verzögert das den Satfix etwas. Auch mal wirklich genau auf die Zeiten achten, ich kenn das von mir, wenn man auf was wartet verschätzt man sich leicht ganz gewaltig. Ich hab für unsere Tests eine Stopuhr angeschafft. Ich bin da manchmal erschüttert welche kurzen Zeitspannen einem manchmal als "lange" vorkommen.



    Das Thema Hausnummer hatten wir auch schon Xmal bei allem möglichen Navis.
    Es hängt einfach nicht davon ab wann ein Haus gebaut wurde ob das eingepflegt ist oder nicht, sondern eher von der Größe der Stadt/Strasse und ob es überhaupt Sinn macht Hausnnummern in gewissen Strassen einzupflegen bzw ob der Aufwand zu rechtfertigen ist.
    Kleine Strassen sind im Kartenmaterial nur mit 2 Koordinaten für Anfang/Ende hinterlegt, wenn Seitenstrassen da sind dann für jede Einmündung noch eine Koordinate.
    Da man aus Platzgründen einfach nicht für jedes Haus eine Koordinate erfassen kann (dann müsste man für Europa den Kofferraum mit Festplatten zubauen), geht man hin und fasst die Nummern zu Blöcken zusammen. D.h von eingetragener Koordinate zu Koordinate sind alle Häuser zu einem Hausnummernblock zusammengepackt. Hat man nun eine Strasse von z.B. 200m ohne jede Einmündung einer anderen Strasse kennt die Software nur 2 Blocks, einen für rechts und einen für links.
    Also meiner Ansicht nach lohnt der Aufwand für kleine Strasse Hausnummern zu erfassen eh nicht. Ob das gesuchte Haus rechts oder links ist erkenne ich bei der Einfahrt in eine Strasse schon daran wo die geraden oder ungeraden Hausnummern sind.
    Dann arbeitet Navteq (und Teleatlas garantiert auch) natürlich auch nach einer Prioritätenliste, große Strassen in großen Städten kommen zuerst dran, die Wonstrassen auf Dörfern zuletzt. Da man z.Z. aber auch alle halbwegs freien Kapazitäten auf die Erfassung des östlichen Europas ansetzt, bleibt da auch wenig Spielraum für die Erfassung von Hausnummern in einem Bereich mit niedriger Priorität.
    Ich behaupte aber mal, dass es eine wirkliche Erfassung jedes einzelnen Hauses in absehbarer Zeit grundsätzlich garnicht geben wird. Der Speicherplatzbedarf wäre einfach viel zu hoch als dass man das wirklich nutzen könnte.
    Irgendwann wenn man mal soweit ist, dass ein Navi beim Überfahren einer Stadtgrenze die Innerstädtische Route bis zum Zielpunkt vom örtlichen Verkehrsleitsystem online per WiFi oder BTxx bezieht statt die Kartendaten für jeden Stadtbereich mit sich selbst rumzuschleppen wird es vieleicht mal eine wirkliche D2D Navigation geben. Aber dann ist man auch garantiert wieder ein Stück näher am gläserner Autofahrer, ob man das im Gegenzug unbedingt haben will ist so eine Frage.
    Ich persönlich ziehe es jedenfalls vor mal den Kopf nach den Hausnummern zu verdrehen als mir nach jeder Stadtdurchfahrt ein automatisches Ticket mit xx zustellen zu lassen weil ich im Stadbereich 7mal die zulässige Geschwindigkeit um 4km/h überschritten habe und 2,89cm zu weit über einer Parkplatzumrandung geparkt habe ;D


    Gruß Thomas
    www.navisys.de

  • Zitat

    Original von BeckersBeast


    Wenn Du ins CE kommst, dann teste doch mal ob PMB läuft :D


    Läuft PMB unter WinCE 5.0 ?



    Gruß Thomas


  • Da ist CE 5.0 drauf ?
    Keine Ahnung ob PMB darauf läuft !!! ?(


    Aber.......einfach mal probieren.


    LG
    Beast


  • Hallo Beast,


    also, PMB ist wirklich verlockend. Aber ich werde mich hiermit erstmal zurückhalten, bis ich sicher in München gelandet bin - kenne mich dort nämlich überhaupt nicht aus.



    Grüße
    maddib

  • München hat ja viele Unterführungen und kurze Tunnels und auch Gabelungen in Tunnels/Unterführungen.
    Da würde mich das Verhalten des 7916 mal interssieren.
    Ich komme die nächste Zeit leider nicht da hin, sonst hätte ich mal selbst getestet.


    Gruß Thomas

  • Heil in München angekommen.


    Hier ein paar weitere Eindrücke im Praxistest mit dem 7916 von Köln nach München und München-Unterföhring (inkl. zwei Tunnel).


    Die Fahrt nach München war absolut stressfrei. Auf etwa halber Strecke wurde es bereits dunkel, und in München selbst war an lesbare Straßenschilder kaum zu denken - gute Bedingungen, um "blind" mit Navi zu fahren.
    Ich muss sagen, die Kartenanzeige und v. a. die Sprachdurchsagen haben mich sicher durch München bis zu meiner neuen Heimat gelotst, ohne dass ich einmal falsch abgebogen bin. Auf das Navi war absolut Verlass, so dass ich ohne Stress heil angekommen bin.
    Soweit die Strecke Köln-> München.


    Eine größere Herausforderung ist hingegen eine derzeit "schnelle" Verbindung vom Münchner Westen nach Unterföhring. Zur ausgewählten Strecke gehören etliche Abbiegungen - z. T. kurz hintereinander, Fahrbahnansagen (rechts oder links) und nicht zuletzt zwei Tunnel.
    Die Tunnel - wie kann es anders sein - verwirren das Navi schon, da es ja erst einige Sekunden nach Tunnelaustritt die Position wieder bestimmen kann. Folgt dann bereits sehr kurz nach dem Austritt eine wichtige Abzweigung, ist das Navi - verständlicherweise - nicht in der Lage, diese noch rechtzeitig anzusagen. Also fährt man erstmal dran vorbei. Als dann wird sehr zügig eine neue Route berechnet, die ebenso ans Ziel führt. Generell findet das Navi nach einem Tunnel aber sehr zügig wieder die eigene Position (wenige Sekunden bleibt die Karte starr). Abzweigungen INNERHALB eines Tunnels dürfte kein einziges mobiles Navi bewerkstelligen können, da es schlicht nicht weiss, wo es ist und es außer GPS nichts zu nutzen weiss. Hier dürften integrierte Navis in Grenzen einen deutlichen Vorteil habe.


    An kritischen - schnell hintereinander folgenden - Abbiegungen hatte ich das Gefühl, dass die Ansagen manchmal SEHR knapp oder auch mal verspätet kamen. Ich vermute, dass hier die Geschwindigkeit und die relative Ungenauigkeit der Positionsbestimmung die wesentliche Rolle spielen und hier auch mit anderen mobilen Navis nicht zu vermeiden sind. Solche Fälle waren aber sehr selten.


    Eine Geschwindigkeitswarnung kam hier und da, obwohl keine real überschritten wurde - fehlende Aktualität des Kartenmaterials.


    Mangels TMC wurde ich ab und an natürlich mitten in einen zähen Stau hineinmanövriert. Vielleicht lässt sich dass zukünftig mit dem TMC-Cradle vermeiden. Warten wir's ab.



    Spezielles


    Ein paar Male hat mich noch der sehr sensible Touchscreen genervt, doch so langsam gewöhne ich mich daran, eben nur sehr kurz mit dem Finger zu tippen.


    Der Menüaufbau ist manchmal etwas zäh - warum auch immer - lässt sich aber gut verkraften.


    Steht die Sonne sehr tief im Rücken, ist auf dem Display erwartungsgemäß nichts bzw. nicht mehr viel zu sehen. Hängt natürlich von der genauen Positionierung des Navis ab.


    Angeschlossen an den Zigarettenanzünder lädt sich der Akku des Navis noch schön auf, doch darf man sich nicht wundern, wenn in ein/zwei Tagen eben dieser - bei Nichtbenutzung - bereits kaum mehr Saft hat. Das Navi lässt sich ja nicht komplett ausschalten. Ich vermute, es versucht sporadisch immer wieder das - ggf. nicht vorhandene - GPS-Signal auszuwerten. Das scheint sehr Kräfte zehrend zu sein.


    Es bleibt nochmals zu betonen, dass während der bisherigen Fahrten - z. T. recht holprig - die Navi-Konstruktion extrem stabil blieb und das Display nur kaum spürbar vibrierte. Beste Voraussetzung für gutes Ablesen und sehr sicheren Halt.


    Bis jetzt ist das Navi/seine Software nicht einmal abgestürtzt oder hängen geblieben. Auch hier blieb ein sehr guter Eindruck zurück.


    Soweit erstmal.


    maddib

  • Hallo,
    supi danke für den "München-Test".
    Bei Abzweigungen im Tunnel benutze ich Mobilnavis immer eher als "Landkarte".
    Die Becker bleiben ja stehen wenn der Empfang weg ist und haben nicht die Unart mit irgend einer unbekannten Geschwindigkeit weiterzulaufen. Normal hat man dann zumindest bei normalen Tunnellängen in der Stadt den kompletten Tunnelbereich auf dem Bildschirm und kann sich ganz gut an der markierten Route orientieren.
    Bei dem 4,0'' 4:3 Bildschirm des 7916 sollte man da keine großen Probleme haben da mit einem kurzen Blick aus den Augenwinkeln den Verlauf ganz gut zu erfassen.


    Auf jeden Fall scheint der GPS-Empfänger und die Software auch gehobenen Anforderungen gewachsen zu sein. In der Vergangenheit hatte ich da einige Geräte in Mü getestet und dabei haben viele da arge Probleme bekommen wenn die Tunnels/Unterführungen so wie in Mü recht kurz hintereinander kamen. Das ging dann bis zum Aufhängen oder Absturz, totale Desorientierung über mehrere Minuten gab es da aber mit einem großen Teil der getesteten Geräte immer.


    Die Speedlimits sind immer so eine Sache. Schilder sind halt immert mal schnell getauscht. Solange Kartenmaterial statisch auf einem Datenträger ist wird es da immer Aktualitätsprobleme geben.
    Aber eine gute Hilfe sind sie Limits alle mal, lieber mal eine Warnung zu viel wie Führerschein weg ;)


    Gruß Thomas