Zum Flammkuchen essen nach Frankreich...

  • eins vorweg: Was es nicht gab, waren Flammkuchen :(


    Es begab sich am 10.9.06, daß Madame sich ergab und eine Moppedtour mit mir zu unternehmen gedachte.


    Als Ziel hatten wir Flammkuchen in den Vogesen angedacht, eine nette Runde von Böblingen (südlich von Stuttgart) nach Bitche und wieder zurück, unter hauptsächlicher Ausnutzung kleiner Straßen mit vielen Kurven.


    Los gehts statt der avisierten 9 Uhr um 20 nach, ein vernachlässigbarer Wert. Die Strecke ist dann Holzgerlingen, Mauren, Aidlingen, Dachtel, Gechingen. Hier ist die direkte Straße nach Stammheim gesperrt, es geht südlich durchs Industriegebiet, dann auf der B463 nach Stammheim. Von dort nach Bad Teinach, Oberreichenbach, Hirsau und wieder die B463 nach Bad Liebenzell. Am Kurhaus nehmen wir einen Kaffee und lauschen den lieblichen Klängen eine Kurkonzertes... Hansi Mitterseer ist eine Wohltat dagegen.


    Von dort gings wieder zurück nach Neuhausen, Schellbronn, Hohenwart, und über Unterreichenbach und Langenbrandt nach Oberreichenbach. Hier waren wir heute schonmal...


    Jetzt muß mal was gehen - wir nehmen die B296 und B294 nach Höfen (langsam und voll), und biegen dort links zum Dobel ab. 3 Moppeds sind vor uns und sogleich geschnupft.


    Von Dobel nehmen wir nicht die übliche Route nach Bad Herrenalb, sondern fahren rechts nach Schwann und dann wieder links nach Marxzell. Eine sehr schöne kleine Strecke, die aber sicheren Umgang mit der Maschine verlangt, gilt es doch einige Kehren am Lenkanschlag der Dicken bergab zu nehmen. Sportmoppeds werdens da schwer haben.


    Wir durchqueren Frauenalb und dann auch Bad Herrenalb, und halten uns westlich Richtung Malsch und Durmersheim. Wir stammen beide aus Bietigheim (Württ), und nun besuchen wir daswelche in Baden. Von Rastatt aus gehts dann nach Plittersdorf zur Rheinfähre - doch die ist, wie Wikipedia
    und wir mittlerweile wissen, nach einer Kollision defekt und geschlossen. Mist! Diese wäre interessant gewesen, derweil das eine Seilfähre ist. Nunja.


    Wir weichen etwas südlich über die Brücke bei Wintersdorf aus, und erreichen gegen 13 Uhr das Lokal Auberge de la Foret in Seltz, wo wir zwar teuer, aber auch gut Mittag gegessen haben - es war ein Brunch, leider ohne Flammkuchen. Den gab es überall erst abends.


    Danach sind wir durch einige hübsch gerichtete Dörfer und dann über eine autobahnähnliche Strecke Richtung Bitche (Seltz, Hatten, Woerth, Lembach). Dabei konnten wir einen Choppertreiber bei seinem Werk betrachten. Interessant wie der den sicher 250er Hinterreifen um die Ecken gebracht hat auf seinem Gynäkologenstuhl.


    Nach einem Kaffee in Bitche (mit nettem Storchengeklapper auf dem Rathaus gegenüber, siehe die Bilder unten) sind wir dann via Route Foret nach Mouterhouse, und weiter über Zinswiller nach Haguenau. Lauter kleine nette Straßen!


    Kenner erahnen das Ziel der Etappe: die Rheinfähre bei Drusenheim. Diese hatte offen.


    Nach der Fähre zeigt sich mein Planungsfehler: Ich hab die Fähre mit in die Route eingebaut und werde prompt zurückgeschickt anstatt weiter :(


    Nun gut. Eine kurze Diskussion mit der Sozia später beschließen wir, wirklich Landstraße heim zu nehmen und nicht die Autobahn. Beim überqueren derselben sehen wir den Stau. :D Weiter gehts durch Bühlertal, die Schwarzwalderhebung hinauf, und am Schwarzenbach-Stausee vorbei. Dabei hat die Dicke ihre 80Mm hinter sich gebracht.


    Weiter sind wir nach Norden (ok, das war geplant, aber nach Süden war eh gesperrt). Durchs Murgtal sind wir durch Forbach nach Hilpertsau, dort dann wieder nach Westen Richtung Sprollenmühle. Wieder nach Süden, an der Großen Enz entlang, durch Enzklösterle - so haben wir dann alle wichtigen Schwarzwaldorte meiner Kindheit abgeklappert! Als wir auf die B294 treffen, folgen wir der nach Norden, um Richtung Effringen abzubiegen. Dort ist die Ortsdurchfahrt gesperrt, und wir machen einen kleinen Schlenker nach Süden. Der ist freundlicherweise mit "gefährliches Gefälle" beschildert :gap


    Weiter gehts nach Kuppingen und von dort über Herrenberg zurück - denn Nufringen ist auch gesperrt. Bei der fälligen Umplanung vergisst Glopus die Sanduhr von Windows CE abzustellen (ich hatte sowohl Glopus als auch MN5 beendet und neu gestartet), und loggt so den Rest des Weges nicht mehr mit. Der km-Zähler läuft aber weiter :§$%


    484 geile km sind es geworden, und uns tut immer noch der hintern weh!

    So:
    die logs sind anbei - im PCX5 und KML-Format (für GE).
    die Routenpunkte für MN5 sind anbei (im MN5-Format, bei Bedarf mit Tourentiger zu wandeln)


    Die Routenpunkte sind am Gerät abgespeckt, und nicht die Ausgabe des MTP! Daher geht die Berechnung auch halbwegs fix.

  • Und immer noch kein Flammkuchen ?(
    Aber tröste Dich, man fährt ja auch nicht zum Pizzaessen nach Italien. ;D


    Noch zwei Tipps:


    Insbesondere an sonnigen Wochenenden ist Weißenburg (Wissembourg) ein Motorrad- und Cabrio-Dorado ("Sehen und Gesehenwerden"). Die Stadt ist auch als Station für eine Tour in der Südpfalz (herrlich im Herbst) zu empfehlen.


    Wer (wie ich) gerne eine Fähre benutzt, kann nördlich von Seltz auf die Autofähre zwischen Neuburg und Neuburgweier ausweichen.

    Gruß gs.arch

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  • Hi,


    nein, kein Flammkuchen. Den ganzen Tag nicht. Ist aber kein großes Thema, wir haben gut und reichlich gefuttert.


    An der Fähre war nur ein Schild nach Süden zur Brücke, seufz. An die Fähre Neuburg habe ich nicht gedacht. Das ist jetzt (als POI) notiert.


    Zum Posen in Wissembourg: Danke, das ist nix für mich. Ich fahr ja auch keine Harley, sondern ein Motorrad :P