Ich will auch programmieren


  • wobei zwischen hevo und mir in der sicht auf programmierung welten liegen. ich glaube - und das ist nicht böse gemeint - hevo ist mehr alte schule - ran ans bit und alles so effizient verbiegen, wies geht. ich gehe eigentlich mehr an die frage, was soll ich eigentlich darstellen und verliere mich in modellierungsspezifika :) ausserdem dachte ich grundsätzlich eine ebene höher. ich dachte in klassen und objekten - oder tue dies auch - und daran, wie einer, der neu oder wieder einsteigt, auf vorgefertigte dinge zugreifen kann, ihne sich mit window handles, case-wüsten zur auswertung der windows-nachrichten, schrägen callback-funktionen, etc. rumschlagen zu müssen. dass diese bibliotheken dann auch wieder erstellt werden müssen, ist klar - und eine gute klassenbibliothek möchte auch gut optimiert sein. an dieser stelle setzt dann hevo an, der sagt, dass maschinennähe nicht zu unterschätzen sie. wenn ich z.b. ne windows-klassenbibliothek habe, die u.a. klassen zur grafikmanipulation o.ä. anbietet, wird die sicher irgendwann und irgendwo auf ASM zugreifen, um bestimmte abläufe zu optimieren.


    frabe schrieb aber diesen weitverbreitetetn allgemeinplatz, dass C ja den vorteil großer maschinennähe hätte.. das fand und finde ich als aussage zu dünn :) ich dachte eher an grundsätzliche aussagen hinsichtlich strukturierter und objektorientierter programmierung und deren verschiedene einsatzgebiete. denn OO ist nicht immer der schlüssel zum glück. schon mal gar nicht im backendbereich, wo z.b. große datenbanken bewegt werden müssen. ich hab mal ein abrechnungssystem gebaut, was in möglichst kurzer zeit millionen von datensätzen auswerten musste - da hätte ich garantiert nie mit objektorientierung angefangen, weil die modellierungsergebnisse sicher der reinen lehre nach sehr stimmig gewesen wären, das ganze aber bestimmt nicht mehr performt hätte :)


    grundsätzlich gilt ja sowieso, dass programmierer immer nur die probleme lösen, die sie sich selber geschaffen haben - es lebe der gesunde spieltrieb! :)

    Einmal editiert, zuletzt von Herr R aus B ()


  • hi charly!


    da steht ja run to cursor und nicht run to breakpoint :) wenn ich mich erinnere sagt das: stelle deinen cursor in eine bestimmte zeile und dann hält die ausführung genau in dieser zeile oder an dieser stelle an. würde ich so sagen... hm... vorbehlatlich irgendwelcher irrtümer, dämlichkeit meinerseits und in hinsicht auf wirtschaftliche gesundheit und natürlich den weltfreiden :)


    gruß


    axel

  • Zitat

    Original von Herr R aus B


    grundsätzlich gilt ja sowieso, dass programmierer immer nur die probleme lösen, die sie sich selber geschaffen haben - es lebe der gesunde spieltrieb! :)


    Das ist aber genau der Knackpunkt.


    Nehmen wir mal mich selbst. Ich bin knapp vor 70. Habe mit dem Mikroprozessor 8080 angefangen, ein bisserl Assembler 8080, später kam der 6501 (Apple, Commodore) dazu, ein Druckprogramm in 6501 mit Code Umwandlung geschrieben um einen Fernschreiber (50-Baud FS-Code) als Drucker verwenden zu können, damaliges Basic (Commodore) etwas gekonnt, in Turbo-Pascal (Borland) reingeschnuppert, OO-Programmierung lernen wollen - dabei blieb es aber dann.


    Nun mache ich - Spieltrieb!- für den Hausgebrauch ein wenig VBA für Excel, Word und Access. Punkt.


    Immer noch Spaghetti-Code. Läuft zwar, aber, na ja.


    Nun, ich habe mir die Kenntnisse teils sauer erwerben müssen - eben Trial and Error - wobei die heutige Generation - so um die 40 herum - dies ja offensichtlich bereits mit der Muttermilch eingesogen hat. OO? Kann ich nur sagen. oh-oh.


    So fällt es generell schwer, heutige Progs erlernen zu wollen. Das ist bei VB bereits so, da kenne ich auch nur den Bodensatz. So ist es vielleicht vermessen, C lernen zu wollen. Und wenn dann noch die Stolpersteine eines Verständnisses Compiler und Zubehör (Debugger) dazu kommen, man der engl. Sprache auch nur so halb mächtig ist, dann ist die Treppenstufe eben sehr hoch.


    Gut, das muss nicht auch für frabe gelten.... :]


  • na, was meinstn du, was ich mit meinen 42 jahren denke, wenn ich die 15jährigen sehe :) die haben ja noch ganz andere sachen mit irgendwelchen getränken in sich aufgezogen... also doom, quake, half life & co gabs zu meiner zeit nicht! *altväterlichentsetztguck*


    aber ich verstehe deinen denkansatz. lass mich eins hinzufügen - wenn du dich in ein solches gebiet begibst, dann musst du eben auch ein buch lesen oder zwei. das ist ja nicht mehr nur just for fun nebenbei. ich meine als vergleich - ich kann auch nen reifen wechseln oder ne birne am auto - aber das ist was anderes, als wenn ich nun auf einmal meinen motor reparieren wollte. für bestimmte dinge gibts ja nicht umsonst gewisse ausbildungen :)


    es ist weniger eine frage des alters (zweifelsohne wird das erlernen neuer dinge mit zunehmendem alter schwerer - asgeht mir auch mit 42 so) - aber andererseits ist mein onkel jetzt 62 und hat sich PDA-programmierung angeeignet. nur macht der es eben auch beruflich und hat die entsprechende vorbildung. müsste der ne bremsanlage am auto auswechseln, würde der auch erst mal doof gucken. und da würden auch keine selbsthilfebücher helfen - da steht zwar theoretisch alles drin, aber es fehlt die praktische erfahrung.


    was ich in meinem freundes- und bekanntenkreis immer wieder antreffe, ist vor allem im bereich computer die meinung, da alle nen PC haben und die werbungimmer erzählt, wie toll und einfach das auch ist, muss das ja wohl auch so sein. weit gefehlt leider, was man immer dann merkt, wenn mal einer ne neue festplatte braucht etc. wie? das geht nicht mal eben so? da muss man vorher nachdenken? das kann man nicht in 2 sätzen allumfassend erklären? das ist eine grundsätzlich falsche erwartungshaltung, mit der man sich dann aber auch u.u. selber frustriert :) die allerdings auch von der werbung suggeriert wird... mIt nur zwei Klicks sind Sie im Internet - das möchte ich mal erleben...


    lass dir also zeit mit deinem complier und debugger, lies ein buch, beschimpfe deinen PC ausgiebig und glaube mir eins - auch gestandene programmierer sitzen gerne mal vor neuen tools und erleiden schiffbruch und kämpfen mit der tücke des objekts (besonders wenn irgendwo der name M$ oder Ich Bin Müde im spiel ist)

  • Ja, <breit-lach>


    Ich habe gerade gestern - aus Kellerentrümpelung - ein selbstgebasteltes U-Rohrmanometer mit Quecksilber zum Entsorgehof gebracht. Dabei hat mich der Annahmemann recht entgeistert angesehen: was ist denn das? Schule? Oder was?


    Ich habe ihm dann gesagt, dass in der "Jugend", so in den 60er Jahren, ich damit den Zündverteiler am Auto eingetellt bzw.die Unterdruckverstellung überprüft habe. Und den Druck im Kühler überprüft, nachdem ich den, weil leck, selbst nachgelötet hatte.


    Heute liegt keiner mehr unter dem Auto, damals war das ein regelmäßiger Samstags-Spaß. :]