erfahrungsbericht mit nüvi 350 in italien!
meine kaufentscheidung für nüvi wurde vor allem durch eine bevorstehende, 3monatige italienreise beeinflusst. dabei gab den ausschlag, dass nüvi
1.über ein übersetzungstool verfügt, das meine mangelnden sprachkentniss mildern könnte. wie bereits dargestellt, verabschiedete sich dieses gleich nach dem ersten update, und der garminservice konnte mir bis heute, 4 monate später, noch keine lösung anbieten.
2.als erweiterung einen elektronischen reiseführer anbietet. im forum wurde schon mehrfach über den absolut mangelhaften umfang dieses tools berichtet, dem ich mich nur anschliessen kann. das ist rausgeschmissenes geld.
daher sind die kaufentscheidenden gründe für dieses, im verhältnis teure gerät, entfallen, und mir bleibt nur die weitere beurteilung als navigationsgerät.
die ebenfalls erworbene tcm- erweiterung ist entbehrlich (grade auch bei dem preis), da die verkehrsdaten oft nicht aktuell genug sind, und meist auch eine alternativstrecke fehlt, dichte autobahnen weiträumig zu umgehen.
in deutschland habe ich gute erfahrungen mit nüvi bezüglich des empfanges und des kartenmaterials gemacht. meistens reicht es auch, dass leider nur ein mögliches zwischenziel eingegeben werden kann, um auf der gewünschten strecke geführt zu werden.
für italien fällt das urteil viel schlechter aus. der empfang ist auch hier tadellos. bricht zwar häufig in längeren tunneln ab, habe aber auch noch nie eine abzweigung im tunnel dadurch verpasst.
das kartenmaterial aber befindet sich hier eher in der testphase.
obwohl als vorgabe eingegeben
kürzere zeit und
unbefestigte strassen umgehen
wurden immer wieder kleinste schotterwege von nüvi ausgewählt. häufig werden auch landwirtschaftswege, die serpentinenschleifen verbinden, als fahrroute angegeben. es kam auch vor, einfach die böschung rauf oder runter zu fahren zu sollen, obwohl keinerlei weg, auch kein wanderweg sichtbar war. dies nicht nur auf sizilien sondern auch in norditalien. auch werden serpentinenkurven oft als abbiegungen angegeben, was zu einer permanenten beschallung durch steffi führt. manchmal wurden haltebuchten an schnellstrassen, auf schnellstrassenbrücken, die kleinere strassen überqueren, aber zu diesen keine zufahrt haben, oder nicht erreichbare untertunnelungen von schnellstrassen als fahrroute angegeben, auf die abzubiegen wäre ( z.b. abbiegen von der E391 richtung menfi, sizilien). alles keine neuen strassen, sondern mehrere jahre alt, oft schon wieder sanierungsbedürftig.
in palermo wurde trotz breiter, ausgeschilderter hauptstrassen ein verwinkelter weg durch kleinste gassen angezeigt, der auch nur vielleicht etwas kürzer, auf keinen fall aber schneller ist.
gelegentlich verwechstelt nüvi auch rechts und links in der ansage, auf der anzeige stimmt die richtung (mehrmals passiert, z.b. in sorrento).
bewundert habe ich nüvi, als ich vom ital. festland nach sizilien übergesetzt bin. traumhaft sicher führte nüvi durch das hafengebiet von reggio mit lagerschuppen, wo ich nie gedacht hätte, dass ich richtig fahre, bis auf die fähre. auf dem rückweg von sizilien aber führte nüvi standhaft zu einem anleger, der von einer anderen fährgesellschaft betrieben wird, und wegen meines rückfahrtickets für mich nicht nutzbar war. den von mir genutzten anleger hat nüvi in dieser richtung nicht auf dem plan, und forderte mich auf der fähre noch auf, mich zur angegebenen route zu begeben.
auf der ital.autobahn meldete sich nüvi gelegentlich mit es gibt eine bessere route, was bedeutet hätte, z.b. um einige wenige km zu sparen, eine alternative schnellstrasse für ca. 30km zu benutzen, um dann auf die gleiche autobahn zurück zu gelangen. wählt man übrigens die bessere route an, verliert nüvi das bisherige zwischenziel. bessere routen schlug nüvi auch gelegentlich bei gelben srassen vor, von denen dann unbefestigte graue strassen befahren werden sollten, die unbefestigt und auch länger waren (z.b auf sardinien, sp2 zwischen villamassargia und cagliari), obwohl schnellste route und unbefestigte strassen umgehen aktiviert war.
widersetzt man sich diesen unsinnigen anweisungen, geht es erstaunlich schnell, bis nüvi die nächste neue route berechnet hat, was positiv zu bemerken ist. so löst nüvi dann probleme, die man ohne nüvi nicht hätte.
hier fehlt dann aber wirklich die möglichkeit, vorher am computer die route mit mehreren waypoints vorher fest zulegen. dies ist grade bei so mangelhaften kartenmaterial ein grosses manko.
sehr praktisch, in einer fremden stadt, seinen parkplatz ans waypoint einzuspeichern. dank des akkus funktioniert nüvi auch für fußgänger, und zeigt den weg zurück.
als fahrer eines erdgasautos schätze ich die möglichkeit, über ein für z.b. deutschland erhältliches overlay der tankstellen, sich von nüvi dann an diese manchmal abgelegen orte führe zu lassen (was aber auch andere navi´s können). für italien gibts das leider noch nicht. aber das einspeichern eines einmal angefahrenen ziels erspart zumindest das suchen beim 2. mal.
praktisches detail: dokumentation einer tour. was leider auch probleme macht: nach ca. 6650km stellt nüvi alles auf - -, nur die gefahrenen km blieben, zählen aber nicht weiter. dis passierte mir 2 mal. beide male ging damit einher, dass die favoriten danach doppelt aufgeführt wurden. einzige hilfe: alles zurück auf 0 stellen.
verbesserungsvorschläge:
1.die gefahrene, angezeigte route farblich anders (z.b. dunkler) zu gestalten, als die noch zu fahrende. grade bei autobahnkreuzen, wo sich die linien manchmal mehrfach kreuzen, wäre eine orientierung durch kurzem blick besser möglich.
2.die möglichkeit grundsätzlich eine nordausrichtung der karte anzuwählen, beim autozoom aber automatisch auf in fahrtrichtung umzuschalten. wäre mir zur orientierung sehr hilfreich.
3.kenntlich zu machen, zb. Durch linie neden der route, was für eine strasse (gelb, rot oder grau) als route gewählt wurde, damit man erkennen kann, wenn nüvi ungewollt eine hauptstrasse verlässt.
das plastikgehäuse ist sehr kompakt, aber leider kratzempfindlich (nicht das display, das sehr gut ist). der ein/ausschalter, ein an 3 seiten ausgespartes gehäuseteil, muss sehr fest und lange gedrückt werden, bis sich das gerät einschaltet. wie lange das material das wohl mitmacht?
insgesamt ein teures, mit mängeln behaftetes gerät, das auch noch von mangelhaftem service durch comkor und garmin.de begleitet wird.
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Vielen Dank erst mal für den ausführlichen Reisebericht! Ich hoffe Ende August auch mit einem aufwarten zu können, über Sylt nach Schweden.
Den Unsinn mit der "besseren Route" habe ich auch schon erfahren müssen; am besten einfach ignorieren. Die Sache mit den Zwischenzielen ist ja schon leidlich diskutiert worden.
Eine Frage habe ich jedoch: Ich kann mich irren, aber resultieren nicht fast sämtliche erlebte Routingfehler aus den Navteq-Karten und sind somit nicht dem Nüvi anzulasten? Oder routen andere Navis mit derselben Karte anders?
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das weiss ich nicht. für mich ist entscheident, dass garmin angibt, dass das gerät mit europaweit routingfähigen karten ausgeliefert wird, dies aber für italien, nach meiner meinung, nicht stimmt. eigentlich muss man immer die route kontrolieren. dies ist tazsächlich aufwendiger, als nach karte zu fahren.
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Zitat
Original von jbr
das weiss ich nicht. für mich ist entscheident, dass garmin angibt, dass das gerät mit europaweit routingfähigen karten ausgeliefert wird, dies aber für italien, nach meiner meinung, nicht stimmt. eigentlich muss man immer die route kontrolieren. dies ist tazsächlich aufwendiger, als nach karte zu fahren.
Das behauptet wohl jeder Navi-Hersteller, egal ob mit Navteq oder Teleatlas-Karte.
Würde ich jetzt nicht an Garmin festmachen.Aber man kann doch, wenn einen der Nüvi z.B. über einen Feldweg lotsen will (eben weil das in der Karte falsch vermerkt ist), auf "Umleitung" klicken, dann berechnet er eine andere Route. Hat das bei dir nicht funktioniert oder kanntest du die Funktion nicht?
PS: Ich will hier nicht Garmin verteidigen, und einige deiner Kritikpunkte sind nicht von der Hand zu weisen. Ist das anderen bei Auslandsbesuchen auch schon passiert, oder sind nur die italienischen Karten so ungenau?
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ZitatAlles anzeigen
Original von MadMike
Das behauptet wohl jeder Navi-Hersteller, egal ob mit Navteq oder Teleatlas-Karte.
Würde ich jetzt nicht an Garmin festmachen.Aber man kann doch, wenn einen der Nüvi z.B. über einen Feldweg lotsen will (eben weil das in der Karte falsch vermerkt ist), auf "Umleitung" klicken, dann berechnet er eine andere Route. Hat das bei dir nicht funktioniert oder kanntest du die Funktion nicht?
PS: Ich will hier nicht Garmin verteidigen, und einige deiner Kritikpunkte sind nicht von der Hand zu weisen. Ist das anderen bei Auslandsbesuchen auch schon passiert, oder sind nur die italienischen Karten so ungenau?
Also in Norditalien, Gardasee, routet mein Nüvi einwandfrei. Kritikpunkt sind die ewigen Kehrschleifen. Aber da ist mein Navigon genauso ausgerastet und hat ständig die Route neu berechnet. Das liegt dann an der Genauigkeit des Signal, was ja an den steilen Bergwänden teilweise noch reflektiert werden kann.
Unbefestigte Wege ?
Hier liegt die Ursache eindeutig beim Kartenmaterila von Navteq. -
In den Bergen sollten Kehrtwenden wieder erlaubt werden. ;D
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doch, das funktioniert, jedenfalls teilweise. fährt man weiter, wird eh automatisch neu berechnet. bei kleinen abweichungen der routen kann das dann auch schon die grössere strasse sein. manchmal will nüvi aber unbedingt auf eine parallel verlaufende schotterpiste, die er beim nächsten dahin führenden abzweig wieder ansteuert, auch bei der funktion "umleitung". ob die schotterpiste der falsche weg ist kriegt man aber auch erst nach anhalten und kartenstudium raus (könnte ja auch der einzig richtige weg sein), da man in fremder umgebung den richtigen weg ja nicht aus dem kopf kennt, was nüvi ja auch überflüssig machen würde.
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Hört sich alles nach aktivierter "kürzere Strecke" an

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eine neuberechnug an serpentinenschleifen hat eher selten stattgefunden. meistens lief die route weiter, und es wurde ein abbiegen auf die gleiche strasse angesagt, so als wäre dort eine kreuzung.
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dachte ich auch erst, und habe nochmals die einstellung geprüft. es war eindeutig schnellste strecke in den voreinstellungen. auf korsika hatte ich das problem übrigens nicht.
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Zitat
Original von jbr
eine neuberechnug an serpentinenschleifen hat eher selten stattgefunden. meistens lief die route weiter, und es wurde ein abbiegen auf die gleiche strasse angesagt, so als wäre dort eine kreuzung.Relativ normal, da in vielen Kurven eine Straße weggeht, die meist in einen kleinen Ort führt. Ist also eine Art "Kreuzung".
Bedarf etwas Gewöhnung an dieses Verhalten. -
@alpsee
Also in Norditalien, Gardasee, routet mein Nüvi einwandfrei.
die probleme fingen höhe rimini an, nach verlassen der autobahn, auf der strecke nach viterbo/rom (ohne autobahnen). nördlicher bin ich nur autobahn gefahren, da gabs keine probleme.
hat den jemand weitere auslandserfahrungen, also tatsächliche (keine simulationsprobleme oder nicht routbare strecken wegen speichermangel)???
auf korsika, was ja zu frankreich gehört, hatte ich keinerlei probleme. -
Ich bin neulich Viterbo/Rom gefahren, allerdings mit Destinator auf dem PDA. Wäre ich absolut ortsunkundig gewesen, dann würde ich noch heute da rum kurven. Scheinbar ein Kartenproblem, nicht sauber erfasst würde ich sagen. Oder die Strassenmeistereien melden einfach Änderungen nicht. Aber wie kann es passieren, das man auf einen Weg gelenkt wird in den man noch nicht einmal einfahren kann, weil rechts und linke hohe Felswände die PKW Durchfahrt schlicht unmöglich machen ???
Trotzdem Viterbo, Rom und Orvieto...einfach traumhaft. Manchmal sollte man sich nicht auf sein Navi verlassen sondern die Nase in den Wind halten oder Einheimische fragen. Fördert die Völkerverständigung...

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Zitat
Original von flipper500
Relativ normal, da in vielen Kurven eine Straße weggeht, die meist in einen kleinen Ort führt. Ist also eine Art "Kreuzung".
Bedarf etwas Gewöhnung an dieses Verhalten.Oder Bedarf Teleatlas-Karten !!!!

Ich weiß noch, als ich mit MN|4 (Navteq) plötzlich aufgefordert wurde, daß ich abbiegen soll, obwohl die Straße weiter geradeaus ging.
Den Fehler hatte ich davor mit Teleatlas-Karten nie!Weiteres hierzu in einem uralten Thread.
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Zitat
Original von kweide
Trotzdem Viterbo, Rom und Orvieto...einfach traumhaft. Manchmal sollte man sich nicht auf sein Navi verlassen sondern die Nase in den Wind halten oder Einheimische fragen. Fördert die Völkerverständigung...
bist du nicht der, der nach trapani will? nun, da wirst du feststellen, dass häufig keiner da ist, den man fragen kann. wenn du dort angebissene steine findest, war ich auch da schon, am verzweifeln.
und wenn du jemanden zum fragen findest, grüss ihn von mir. den hab ich bestimmt auch schon gefragt.ob garmin seine geräte in italien auch verkauft???