Triceiver: Empfang über Kopf schlechter?

  • Hi,


    ich habe kürzlich meinen Triceiver "unter Putz" gelegt und dabei zunächst ziemliche Zweifel ob der Empfangsqualität gehabt: Plötzlich gab es auf der Straße vor meiner Wohnung keinen Fix mehr, und während der Fahrt traten ungewohnte Abbrüche auf.


    Die Maus ist im Armaturenbrett unter die Oberseite der Plastikverkleidung geklebt. Sie hat also fast die gleiche Sichthöhe wie auf dem Armaturenbrett, und die Dämmung einer normalen KFZ-Plastikverkleidung ist m.E. auch nicht wesentlich.


    Heute habe ich das alles noch einmal aufgemacht, und gesehen, daß die Maus "über Kopf" hingefummelt war. Ich habe sie jetzt andersherum neu festgeklebt und meine, danach deutlich zuverlässigeren Empfang zu haben.


    Kennt jemand sich mit den Antennen in den Empfängern aus? Macht das wirklich einen Unterschied? Da das Signal ja wohl recht flach reinkommt, konnte ich mir das nicht so recht vorstellen. Ich habe damals auch nichts in den Unterlagen gesehen, daß es eine Vorzugsrichtung für die Montage gäbe.


    Ciao,


    Detlev


  • Nimm VisualGPSce, nimm logs auf: 5 min Normallage, 5 min 180° gedreht, das Ganze nochmal und vergleiche die Empfangsstärken.


    Kannst Du auch sofort an der Balkenhöhe sehen.


    Und: ja, in der Regel ist das so.

  • Hi Detlev,


    die GPS-Empfänger werden bei GNS getrimmt, d.h. jedes Gerät erhält eine individuelle Feinabstimmung. Kein Empfänger verläßt das Werk ohne einen FIX in genormter Umgebung.


    Die Wandstärken des Plastikgehäuses fliesen in die Justierung ein, bei einem Besuch bei GNS wurde eindrucksvoll demonstriert, das selbst ein Aufkleber oder eine Lackschicht den Empfang beeinflussen kann.


    Da ist es -für mich- verständlich, das bei einer Einbaulage über Kopf der Empfang sich schlechtert.

  • Zitat


    Nimm VisualGPSce, nimm logs auf: 5 min Normallage, 5 min 180° gedreht, das Ganze nochmal und vergleiche die Empfangsstärken.


    Kannst Du auch sofort an der Balkenhöhe sehen.


    Und: ja, in der Regel ist das so.


    Danke für Eure Meinungen.


    Ich habe eines von vor und eines von nach der Umbaute, und der Unterschied ist schon deutlich. Allerdings ist das eine von der Testfahrt in südlicher Richtung, und das zweite von der Rückfahrt nach Norden (Geistesblitz unterwegs gehabt).


    Auch wenn die Rückfahrt dann für den Empfänger Sicht in der anderen Richtung aus dem Auto bedeutete, passen die Ergebnisse vom Trend her zu meinem Eindruck von der Probefahrt.


    Was mir bei den VisualGPSCE-Anzeigen noch nicht klar ist, ist die Angabe "Satellites used" gegen "Satellites in view" - sind "in view" die, die hörbar sind, auch wenn ihr Signal nicht verwertbar ist, oder sind "in view" die Satelliten, die laut Almanach über dem Horizont sind und demnach verwertbar sein müßten, wenn sie nicht abgeschattet oder hinter Wolken sind?


    Also - anders formuliert - heißt 6/8 "ich kann 6 von 8 gehörten verwerten", oder "ich kann 6 hören, obwohl 8 da sein müßten"?


    Ciao,


    Detlev

    Einmal editiert, zuletzt von Top_Gun ()


  • logs von 2 verschiedenen Fahrten sind halt nicht vergleichbar, da nicht zeitgleich.


    in view - der Name sagt es - sind die, die sichtbar sind. in use sind die, die genügend Signalstärke haben, bzw. von der Maussoftware für "würdig" befunden werden.

  • Ich habe das große Glück, nunmehr drei GPS-Empfänger mein eigen zu nennen, bei denen man das Antennenmodul durch das Gehäuse sehen kann (Garmin eTrex Legend, Haicom CF 303S und GNS 9830). Dieses Modul muss natürlich in Richtung Himmel zeigen, wenn man optimalen Empfang haben möchte. Der Einbau sollte sich danach richten.


    Selbst mit der Haicom (Sirf-II X-Track-Version) war kopfüber (Antenne zeigt auf Armaturenbrett) kein vernünftiger Empfang zu wollen.


    Meine GNS habe ich mit zwei links und rechts am Gehäuserand platzierten Klebepads (2 gestapelt ;) ) an die Frontscheibe geklebt, so dass der Bereich in der Mitte mit dem Antennenmodul (ca 1,5x1,5 cm quadratisch) ungehindert zum Himmel guckt. Der Empfang ist optimal. Die flache Rückseite wäre praktischer gewesen, verbietet sich aber aus dem o.g. Grunde.


    Jaja, ich weiß, eine Sirf-III funktioniert sogar kopfüber im Handschuhfach ...