Beiträge von Tobias

    (von iNexus, 29.11.2001)


    Hallo !


    Auf www.kh-gps.de habe ich gelesen, dass man an Pin11 ein Standard-GPS-Signal abgreifen kann.


    Dabei wird das RMC-Protokoll zurückgeliefert. Hat hier einer von den Bastel-Freaks das schon einmal ausprobiert ?


    Man müsste ja "nur" einen alten VGA-Stecker (15pol.) und einen iPAQ-Stecker so verbinden, dass eine serielle Kommunikation möglich wird.


    Peiker-Box vom tegaron-System (15pol):
    Pin11 - Data
    Pin?? - GND (welcher Pin führt GND ??)


    Ipaq:
    Pin8 - RxD
    Pin4 - GND


    Reicht das ? Um eine serielle Kommunikation aufzubauen. Ich brauche ja nur die Empfangsseite auf dem iPAQ. Oder braucht man zwingend so Signale wie RTS, CTS etc...??


    Damit könnte es möglich werden, Software wie Tomtom Citymaps o.ä. an dem Tegaron-System zu betreiben.


    Mich hat nämlich immer gestört, dass man bei Tegaron a) keine Kartendarstellung hat, und b) man jede (bekannte)Route neue anfragen muss (Kosten 2DM/Anfrage).


    Wenn das klappt, brauche ich mir vorerst kein P1 oder sowas zu kaufen.


    Bin für jeden Hinweis dankbar...


    -ttyl

    (von GerdS, 29.12.2001)


    Scheint also tatsächlich offiziell zu sein:


    Compaq will kein serielles Kabel für die 38xx iPaqs auf den Markt bringen. Damit schaut jeder, der externe Peripherie per seriellem Kabel anschliessen will (z.B. einen eTrex) in die Röhre.


    Demnach bleibt für alle Bastler unter uns nur die Eigenbeschaffung des iPaq-Steckers (falls überhaupt zu bekommen) oder die Ankoppelung aller Peripherie per Bluetooth.


    Zumindest bei letzterem kann Compaq mit der nächsten iPaq-Version mit dem nächsten geändertem Stecker nicht erneut für Ärger sorgen.


    Ich bekomme übrigens nächste Woche Bluetooth CF-Karten sowie das SDK von Widcomm. Das ist der offizielle Compaq-Zulieferer des Bluetooth-Moduls im 3870. Die Karten und das SDK sind kompatibel mit der 3870 Hard- und Software.
    Die Karten ähneln denen von Anycom und unterstützen den standard 1.1 (Multipoint-Fähigkeit).


    Mal sehen wie aufwändig die Programmierung des Moduls in der Praxis ist, bzw. wie weit ich mit den mitgelieferten Standard-Tools komme.


    Für den Eigenbedarf in der Firma werde ich im Februar einige universelle Bluetooth-Blackboxes anfertigen, also kleine Kästchen mit Bluetooth-Modul, 9-poligem Standard PC-Stecker und interner Stromversorgung.


    Die Module werden sich vom iPaq aus fernkonfigurieren lassen (Einstellung von Baudrate usw.). Natürlich kann man auch jeden gängigen GPS-Empfänger auf diese Weise drahtlos an den iPaq anschliessen. Auch die Verwendung von mehreren Bluetooth-Adaptern gleichzeitig dürfte möglich sein.


    Der Bluetooth-Protokollstack emuliert virtuelle COM-Ports ab COM4, so ähnlich als ob in einem PCMCIA-Jacket eine serielle Schnittstellenkarte eingesetzt würde. Jede Software, die eine freie Auswahl der COM-Ports erlaubt, sollte problemlos funktionieren.


    Nachdem hier schon Interesse an einem Bluetooth GPS-Empfänger kundgetan wurde, wäre ich jetzt daran interessiert zu erfahren, wie viele von euch an einer solchen Box interessiert wären und zu welchen Randbedingungen (z.B. Maximalpreis, Batterielebensdauer). Dann wäre vielleicht eine Kleinserienproduktion machbar.


    Nachricht bitte direkt an mich unter Gerd-St@web.de.

    (von GerdS, 11.12.2001)


    Hi Tobias,


    Also technisch machbar ist das Ganze problemlos. Ein Cable Replacement Board ist ein Modul, der neben der Bluetooth-Hardware (wie z.B. in den CF-Cards verbaut) einen zusätzlichen Controller mit eingebauter Software besitzt.
    Diese Software kümmert sich komplett um das Bluetooth-Protokollhandling sowie um die Datenübertragung von der eingebauten seriellen Schnittstelle und kann vom Anwender mit Hilfe eines PC-Dienstprogramms konfiguriert werden.
    Z.B. kann man dem Modul einen lesbaren Namen zur einfacheren Identifizierung geben, die serielle Schnittstelle konfigurieren (Baudrate, Stopbits, Parity, Handshake) und das Modul mit einem anderen Modul bzw. dem iPaq paaren, so dass es weiss, mit welchem anderen Bluetooth-Modul es sich unterhalten soll.


    Im Moment sind mir drei Hersteller bekannt:


    1. Sphinx Elektronik in Deutschland


    2. connectBlue aus Finnland


    3. tactel (siehe oben)


    2 und 3 bieten fertige Module im Gehäuse an, die lediglich eine externe Stromversorgung benötigen. Leider sind sie mit bis zu 1000 DM derzeit viel zu teuer für den hobbymässigen Einsatz.


    Sphinx bietet neben dem früher schon erwähnten PicoPlug auch OEM-Boards an. Die Module haben einen 144-poligen DIM-PC Stecker und benötigen noch externe Bauteile in Form eines RS232-Treibers, 3,3 Volt Spannungsreglers und diverser Pullup-Widerstände.
    In der Praxis bedeutet dies, dass man um ein zusätzliches kleines Motherboard zur Aufnahme des Gegensteckers und der Bauteile nicht herumkommt. Dies relativiert den niedrigen Preis von ca. DM 350 doch etwas und macht das Modul nur für Hobbyisten mit guten Elektronikkenntnissen und Erfahrung im SMD-Löten interessant.


    Ich bin eigentlich sicher, dass die Preise der Module mit steigender Verkaufszahl in den nächsten Monaten fallen werden, abhängig eben von der Verbreitungsgeschwindigkeit von Bluetooth-Geräten. Es kann nicht sein, dass ein simpler Bluetooth-Modul mit seriellem Profil mehr kostet als ein komplettes Ericsson T39m Bluetooth-Handy.


    Ich selbst habe noch eine ganze Menge von Anwendungen für meinen hoffentlich bald verfügbaren 3870 in Verbindung mit solchen Modulen und warte ebenfalls sehnsüchtig auf fallende Preise. Bis dahin kann auch ich die Module nur beruflich einsetzen.


    Ach ja, und über die Herren von Garmin auf ihrem hohen Ross lache ich mich kaputt.
    Was um Himmels willen wollen die mit USB beim GPS-Empfänger mit seinen läppischen 4800 Baud Übertragungsrate? Soll der nur etwa noch an Laptops funktionieren? Die sind glatt imstande, mit ihrer aus der Mail ersichtlichen Weitsicht den seriellen NMEA-Anschluss gegen einen USB Slaveport einzutauschen...

    (von Tobias, 11.12.2001)


    @Schrott, da hast Du ja ganze Arbeit geleistet und gute Infos angeschleppt! Schade wirklich, dass Garmin nicht auf der Hightecwelle schwimmen will! Kann man wohl nichts machen. Das Universalgerät tut aber auch seinen Zweck allerdings sind 350$ ne harter Preis! Aber ich überleg mir dass!
    Aber ich hoffe eben auch, dass GerdS was bewegen kann!!!
    @GerdS wie stehen die Dinge und was ist genau ein "Bluetooth Cable Replacement Board" wo bekommt man sowas und wie siehts aus!?
    Du würdest uns alle so glücklich machen! (An den eTrex anschließen reicht fürs erste, und ein Kabel ist da nicht so schlimm, weil der Bluetooth Empfänger ruhig mit einem Kabel im Rucksack sein kann! Wichtig ist ja, dass das Kabel vom Ipaq weg ist! Aber bis Anfang 2002 haben wir eh noch Zeit! )
    Gruß
    Tobi

    (von Schrott, 11.12.2001)


    Hallo,
    Antwort von GARMIN-Vertrieb ist schon da. Ist nicht sehr
    hoffnungsvoll und lautet:
    Sehr geehrte Damen und Herren,


    schön, dass Sie auf dem neuesten Stand der Dinge sein wollen.


    Da dieses System aber ohnehin noch nicht ausgereift ist, wird es sicher
    in absehbarer Zeit kein Thema für Garmin sein.
    Außerdem wäre der Sprung von Seriell auf Bluetooth doch etwas zu extrem.
    (Wir sind ja schon froh wenn endlich auf USB umgestiegen wird.)



    Mit freundlichen Grüßen


    GPS GmbH
    i.A. Franz-Josef GRUNWALD
    Key Account Manager, Geodät
    Ortung und Navigation, Vertrieb
    -------------------------------------------------------------------------------
    GPS Gesellschaft für professionelle Satellitennavigation mbH
    Lochhamer Schlag 5A
    D-82166 Gräfelfing bei München
    Tel: +49 (0) 89-85 83 64- 0 (-67)
    Fax: +49 (0) 89-85 83 64- 44
    E-Mail: fgrunwald@gps-nav.de


    Um so wichtiger sich um eine alternative Lösung selbst zu kümmern!!


    MfG Schrott.

    (von Schrott, 11.12.2001)


    Hallo,
    ich habe an die Freunde in Schweden geschrieben, die so einen Bluetooth-Sender herstellen. Das ist die Antwort:
    Dear Sir,


    Thank you for your interest in our products.


    The Sword product is sold as engineering samples to developers and other
    interested parties who are interested in evaluating the possibilities with
    Bluetooth.


    The price for Sword is 375 USD excluding freight (and we do accept credit
    cards)


    Sincerely
    _______________________________


    Jorgen Nordin
    Director, Sales & Marketing


    Tactel AB
    Norra Vallgatan 64
    211 22 Malmö
    SWEDEN
    Direct: +46 40 250 676
    Mobile: +46 703 604420
    E-mail: jorgen.nordin@tactel.se: Internet: http://www.tactel.se
    ____________________________


    könnte ein Fachmann von euch diesen Pfad weiterverfolgen?
    Vielleicht wäre da was zu machen.
    MfG. Schrott

    (von Flanders, 20.12.2001)


    Ja, die Amerikaner sind in der Lage ihre in GPS-Satelitten einen Unschärfefilter zu starten. Dieser lässt die Genauigkeit für bestimmte Regionen ziemlich weit variieren. Nach dem 11.09.01 is die Genauigkeit für gen Grossraum Nordamerike herabgesetzt worden. Wie klein das Gebiet sein kann in welchem sie die Genauigkeit weit herabsetzen können weiss ich nicht. Aber was man sich vorstellen kann, ist das eine Militärbasis unter Umständen ein GPS absichtlich stören kann. Also die Ursache nicht im GPS Satellitensystem selbst liegt.
    Aber ob die Genauigkeit bei 3, 5, oder 10 Metern liegt ist wirklich militärisch gesehen egal. Man bedenke wie gross öffentlich ziele sind. Z.b. das ehemalige WTC.


    Ein aktueller Anlass könnte die Entdeckung der US-Militärs in der Bergfestung sein, dass die Terroristen um Bin Laden wohl Pläne für konventionelle und biologische Raktensysteme haben/hatten.


    @maeke
    *lol* 1cm.......wozu braucht man dann noch Laserguided Bombs

    (von Tobias, 20.12.2001)


    Ausgeschlossen! In einer Tiefgarage oder Elbtunnel gibt es definitiv keinen Empfang! Ich vermute, dass bei Dir das Symbol solange angezeigt wird, wie die zusätzlichen Sensoren und die Berechnung aus dem Straßenbild noch einen Sinn ergeben! Dem System ist es eben klar, das man im Tunnel nicht mal einfach so wendet!
    Ich denke nicht, das sich das Signal im Zuge des 11.Sept. verschlechtert hat,
    1. habe ich davon nicht gemerkt
    2. macht eine Verschlechterung von "nur 50" Metern militärisch und Sicherheitstechnisch keinen Sinn!
    3. die lokale Verschlechterung um militärische Sicherheitsgebiete hingegen ist richtig und verständlich!
    Gruß
    Tobi

    (von CityHunter, 19.12.2001)


    Das mit den Tunneln kann ich nachvollziehen.
    Allerdings reißt der Kontakt zu den Satelliten in der Tiefgarage und im Elbtunnel auch nicht ab. Im Display ist eine Anzeige für den Satellitenempfang. Wenn genügend Satelliten erreicht werden wird das Symbol angezeigt.

    (von whitepasser, 19.12.2001)


    Danke für deine Posting Gerd. Ich stimme dem zu.
    Das aus Sicht der Militär sehr viel daran gelegen ist die Genauigkeit zu manipulieren ist allen klar. Aus meiner Information heraus, war nach dem 11. Sept. die Genauigkeit wieder schlechter. Mann spricht hier von 50 Meter.
    Ob die Schraube wieder auf 10 Meter ist ist mir nicht bekannt.

    (von GerdS, 19.12.2001)


    @CityHunter:


    Bei GPS ist systembedingt die Messung von Richtung und Geschwindigkeit genauer als die daraus abgeleitete Positionsbestimmung.
    Straßennavigationssysteme versuchen zudem, die GPS-Position mit dem Straßenbild in Einklang zu bringen und tricksen sich oft mit Gewalt auf eine vielleicht passende Straße. Dabei entsteht der Eindruck einer höheren als der tatsächlichen Genauigkeit. aber man kann oft beobachten, dass die Systeme sich bei parallelen Straßen in geringem Abstand vertun.
    Vom Fahrzeughersteller eingebaute Systeme benutzen oft auch tatsächlich zusätzliche Sensoren wie z.B. an den Rädern, um damit die Navigation bei schlechten Empfangsbedingungen oder z.B. auch in einem Tunnel zu stützen.

    (von nSonic, 19.12.2001)


    @city: meinst Du jetzt ein fest im Auto eingebautes GPS? Weil soweit ich weiss nutzen die nicht NUR GPS sondern messen auch die Radbewegungen um genauer zu werden (z.B. für Tunnelfahrten und exakte Kurven-/Kreuzungs-führung in Städten...


    ...wenn das aber mit dem iPAQ und 'ner GPS-Maus auch schon zuckt... klasse!


    nSonic

    (von GerdS, 18.12.2001)


    Ach maeke...


    GPS genauer als 1 cm


    Das ist der Wunschtraum jedes Geodäten und Straßen-Navigationsprogramms. Dabei weiss jeder Insider, dass selbst die sogenannten P-Code Empfänger des Militärs nicht mehr als 10 Meter schaffen, nur bis zu Dir ist das anscheinend noch nicht vorgedrungen *g*


    Wer's genauer haben will kommt auch als Militär nicht an Differential-GPS vorbei und Deine besser als 1 cm funktionieren nur mit einem lokalen Differential-Sender im Umkreis von wenigen tausend Metern.


    Obiger Newsgroup-Auszug bezieht sich darauf, dass die US-Militärs in der Nähe ihrer Stützpunkte bei Bedarf das GPS-Signal lokal so verfälschen können, dass für den zivilen Nutzer bis zu mehrere hundert Meter Abweichung auftreten.


    Ich stelle mir vor, dass man Angst hat, ein Terrorist könnte z.B. eine GPS-gesteuerte Kleindrohne auf die Basis schicken. Die Verschlechterung würde dafür sorgen dass diese nicht trifft.

    (von CityHunter, 18.12.2001)


    Es wundert mich auch jedesmal wieder. Nach den offiziellen Angaben soll die Genauigkeit ja wirklich bei 3-5 m liegen. Aber wenn ich mit aktiviertem Navigationssystem im Auto das Lenkrad auf Anschlag drehe und die Bremse loslasse, dreht der Wagen ja fast auf der Stelle. Dies reicht allerdings schon aus, um den Pfeil auf dem Display sich, bzw. die Karte (je nach Einstellung) mitdrehen zu lassen.