Als Vorbemerkung und zur Klarstellung: In Österreich muss man, um Autobahnen benützen zu dürfen, eine Autobahnvignette besitzen. Der Großteil des Autobahnnetzes ist damit abgedeckt, aber eben nicht die Gesamtheit. Es gibt so genannte Sondermautstrecken, auf denen zusätzlich eine Maut bezahlt werden muss, auch wenn dieses Straßenstück auf der Autobahn liegt, für die man ja schon per Vignette bezahlt hat (bekannteste Beispiele: Brennerautobahn, Arlbergtunnel).
Anhand eines Beispiels möchte ich zeigen, warum mir die Vorgangsweise in der Version 5.21 nicht gefällt:
Plant man die Strecke von Linz nach Stegersbach, beides in Österreich, führt einen die Version 5.21 über Graz. Wenn man nicht weiß, dass auf dieser Strecke zwei Mal Sondermaut zu bezahlen ist, wird man natürlich dort fahren und dann entweder insgesamt 12,00 Euro Maut bezahlen oder einen Umweg über die Bundesstraße in Kauf nehmen. Beides macht diese Strecke aber unwirtschaftlich. Wenn man über die Mautstrecken Bescheid weiß, kann man natürlich unter 5.21 die Alternative über Wien berechnen lassen, die nur 2 Min. mehr Fahrzeit in Anspruch nimmt. Diese Strecke entspricht bei der Version 5.00 der ohne Mautstrecken geplanten Route. Es wird aber nicht immer der Fall sein, dass man jede Sondermautstrecke, die am Weg liegt, kennt.
@Achim2205: Bei Vermeidung von Mautstrecken unter 5.21 wird man bei obiger Vorgabe über Bundesstraßen geführt mit einem Zeitverlust von 1:44 Stunden. Dieser Hinweis ist daher nicht zielführend.
Wahrscheinlich sind solche Blödheiten wie eine nochmals bemautete Mautstrecke außer in Österreich nirgends üblich, aber die Variante, dass nur unter Version 5.00 ausschließlich diese Sondermautstrecken bei der Mautstreckenvermeidung berücksichtigt werden, macht zumindest für mich die Version 5.21 für die Verwendung in Österreich unbrauchbar.
Mit freundlichen Grüßen
Jamba Fee