Genauigkeit der km /h Anzeige in der NaviSoft

  • Moin alle zusammen,


    mich würde interessieren inwiefern die km/h-Anzeige ( einstellbar in jeder NaviSoft) zuverlässig über das GPS-Signal übermittelt wird.


    Mir ist aufgefallen das bei einer konstanten Geschwindigkeit von 120 km ( tachoanzeige) meine NaviSoft ( TomTom 3 ) ca. 10 km/h weniger anzeigt, also um genau zu sein 109 km/h statt 120 km/h anzeigt.


    Sollte das GPS-Signal in Verbindung mit dem Navigator den tatsächlichen Wert ermitteln müsste es doch möglich sein dieses auch zu loggen. Gesetzt den Fall ich werde bei einer Geschwindigkeitsübertretung Geblitzt und die Polizei will mir mit ihren Radargeräten einen höheren, also falschen Wert unterjubeln, so müsste das Logfile in diesem Falle doch ausreichend Beweiskraft vor Gericht haben, oder begehe ich da einen Denkfehler ?


    P.S. Bin übrigens neu wie man unschwer erkennen kann. Das Forum gefällt mir hier sehr gut, der Informationsgehalt ist beachtlich :)

  • Tach auch,


    von einem kannst Du ausgehen: die GPS-ermittelte Geschwindigkeit ist deutlich genauer als Dein Tacho!
    Momentan werden solche Systeme auch zur Beweissicherung bei Weltrekordversuchen genutzt (meist 3 Systeme paralell).


    Aber das mit der Polizei... Ich bin kein Jurist, glaube aber kaum, dass das funktioniert. Zumal die Radarfallen in der Regel leider verdammt genau sind...


    Gruss


    Wolfgang


  • Moin Moin alleine ;D


    Willkommen hier im Forum.


    "Normale" Tachometer weichen zwischen 3 und 5 % von der tatsächlichen Geschwindigkeit ab....und zwar voreilend. Wenn Dein Tacho also 120 Km/h anzeigt, bist Du normalerweise immer ein gut Stück langsamer.


    Ist auch besser für den Geldbeutel :D


    Gruß
    SkatAs


  • Die GPS-Geschwindigkeit ist so gut wie absolut genau. Einzelmessungen natürlich ausgenommen. Wenn man aber öfter Autobahn fährt und sich das merkt, ist die Genauigkeit nicht zu überbieten. Bei Einzelwerten kommt es immer auch auf die Konstellation der sat an, ist diese ungünstig kann es evtl. auch zu Geschwindigkeitsunterschieden kommen - auch wenn ich das noch nicht festgestellt habe.


    Vor Gericht fürchte ich, wird es Probleme geben. Zunächst sind die Felder, die die Geschwindigkeit enthalten, ja editierbar. Man müsste dann schon eine Rückrechnung über die Koordinatendifferenzen je sek. machen, das wäre aber schon machbar und würde beweisen, dass ein Geschwindigkeitsfeld nicht geändert wurde.


    Es sei denn, ganz Oberschlaue unterziehen sich der Wahnsinnsarbeit und editieren auch die Koordinaten passend...... :gap


    Da kann ich dann nur sagen:viel Vergnügen.

  • Na man müsste sich wohl auf ein Gerichtsverfahren einlassen. Im Rahmen dessen wäre dann zu beweisen, dass das verwendete Radargerät keine korrekten Messdaten liefert. Ich weiss nicht, wie einfach die zu kalibrieren sind, aber ich gehe nicht davon aus, dass es beim Gerichtsverfahren immer noch falsche Daten liefern würde.


    Aber mir ist auch schon aufgefallen (das war noch vor der Navi-Zeit), dass die Radar-Messungen immer erstaunlich genau mit der angezeigten Geschwindigkeit übereinstimmen. Jedoch hatte ich verschiedene Tachos bei jeder sich bietenden Gelegenheit getestet mit dem Ergebnis, das jeder zuviel angezeigt hat, und zwar sogar zwischen 5 und 10%.


    Komisch, komisch, ob da die Toleranzabzüge vorgängig gleich draufgeschlagen werden? Oder frei nach dem Motto, was er angezeigt bekommt soll er auch bezahlen?
    :d1


  • mich hats im januar in karlsruhe erwischt - leider hattte ich da noch kein checkpoint installiert und mich mit meiner frau unterhalten als ich das grelle blitzlicht sah. laut tacho fuhr ich 102 in der 80 beschränkung (ja ich weiss, das war ein bisserl schnell, aber die ganze zeit war 100 und dann plötzlich 80 und dann auf einmal das radar). mein gps zeigte mir 94 an. und als dann der bescheid kam fuhr ich laut radar 92 km/h.


    mein glück war, dass ich das auto auf meinen schwiegervater laufen lasse - hat gewissen vorteile hier in england was tickets betrifft mit nem deutschen kennzeichen unterwegs zu sein, zumindest bis 2007 ;D - und der rief dann an, und sagte, dass er nicht mit dem auto gefahren ist, sondern der schwiegersohn. man kann ja leicht anhand des fotos nachweisen, dass da kein "alter mann" am lenkrad sitzt. daraufhin schaute sich der herr beamte das foto an, und sagte, dass man da gar nicht feststellen kann, wer fährt, weil der kopf abgeschnitten ist!!! - Verfahren eingestellt und kein bußgeld bezahlt.


    also, auch wenn das radar genau sein sollte, die fotos sind es des öfteren nicht. ach ja, es war kein mobiles radar, das mich erwischte, sondern ein fixes!! und von denen sollte man eigentlich meinen, dass sie ordentlich eingestellt sind um gute fotos zu machen. und ich fahre auch kein auto, das mit mörderreifen austestattet ist, sondern nen stinknormalen passat.
    theoretisch dürften gar keine bußgeldbescheide ausgestellt werden, da die fotos nicht eindeutig dem fahrer zuzuordnen sind. aber nachdem sich die polizei darauf verlässt, dass die meisten lieber zahlen als nen einspruch zu erheben, werden weiter bußgeldbescheide erstellt, obwohl die jederzeit anfechtbar sind. also besser immer einen blick aufs foto werfen - kann geld sparen :)


    cu peter