Staudaten von Nebenstraßen: Die Gegenseite rüstet auf....

  • Hier im Forenkeller gefunden:
    Der WDR (kaum zu glauben) ist in Sachen TMC-Tuning aktiv.


    Im chronisch staugeschädigten Kölner Raum gibt es dieses Projekt.


    [list=1]
    - Ich finde es gut, dass dynamisches Routing scheinbar immer mehr Aufmerksamkeit findet
    - Die Idee, den öPnv da einzubeziehen, ist sehr weitsichtig
    - TT hätte die Plattform, solche Sensordaten mit in HDT einzubauen; umgekehrt geht das wohl weniger.
    - Konkurrierende Systeme und vor allem Datenquellen sind auf Dauer nicht optimal
    [/list=1]



    edit: Link korrigiert

    2 Mal editiert, zuletzt von Isomeer ()

  • Zitat

    Original von Franz Jaeger
    Welche Sensordaten?


    Franz


    Die Sensordaten ;)

  • Wobei solch ein Sensorsystem sicher nicht flächendeckend in D in allen Städten und Gemeinden umsetzbar sein dürfte. Alleine die Kosten geben da die Grenzen vor. Und wenn ich mir so die Meldungen bei TMC ansehe, dann werden die Meldungen aus Köln nicht übertragen.


    Also gute Idee, aber noch nicht wirklich nutzbar und IMHO nicht flächendeckend einsetzbar. Berlin hat auch rund 400 Detektoren an etwa 300 Standorten. Aber das deckt nur die Stadtautobahn ab. Beim Kölner Projekt steht was von 150 überwachten Strassen. Keine Ahnung, wieviele Detektoren das sind. Vielleicht dann auch nur 150 Detektoren?


    Konsequent umgesetzt und flächendeckend verfügbar sicher ein gutes System. Aufgrund der Meldungsdichte wäre es sicher auch im Moment nur per GPRS übertragbar.


    Franz

  • Zitat

    Original von Franz Jaeger
    Wobei solch ein Sensorsystem sicher nicht flächendeckend in D in allen Städten und Gemeinden umsetzbar sein dürfte. Alleine die Kosten geben da die Grenzen vor. Und wenn ich mir so die Meldungen bei TMC ansehe, dann werden die Meldungen aus Köln nicht übertragen.


    Franz


    Also doch in Zukunft via TMC:


    Der WDR 2 plant zukünftig, erstmals in Deutschland dynamische Daten über die lokale und regionale Verkehrssituation für Navigationsgeräte auszusenden. Die Daten sollen bei der Streckenberechnung zur Umfahrung von Staus und Hindernissen verwendet werden


    Was das in Köln geht ist in Düsseldorf oder dem Ruhrgebiet machbar.


    MFG

    Einmal editiert, zuletzt von daselend ()

  • Nicht nur das, die Meldungen müssen dann ja auch Zeitnah aufs Navi. Das klappt bei TMC aber nur bedingt. Je mehr Meldungen, umso kniffliger und störanfälliger wird es. Zumal ja auch die Frage besteht, ob das im jetzigen TMC-System Sinn macht. Da werden ja keine Verzögerungszeiten gemeldet, also weiss das Navi auch nicht, ob eine Umfahrung lohnt.


    Technisch ist sicher vieles machbar, umgesetzt wird davon aber nur wenig.


    Franz

    Einmal editiert, zuletzt von Franz Jaeger ()

  • Zitat

    Original von Franz Jaeger
    . Da werden ja keine Verzögerungszeiten gemeldet, also weiss das Navi .


    Franz


    Es wird aber die Staulänge mit übertragen im TMC. Bischen Kopfrechnen
    kann nicht schaden . Alles unter 5 Km zum Umfahren nicht von Belang..
    Die Verzögerung errechnet das Navi,bei 10 Minuten ändert sich die Strecke
    nicht . .Warum ? Im Hintergrund wird die Ausweichroute berechnet.Wenn
    die Zeit länger ist bleibt das Gerät auf der BAB.Und das können moderne
    Navis mit TMC oder Pro schon lange sehr zuverlässig


    MFG

    Einmal editiert, zuletzt von daselend ()

  • Zitat

    Original von Lyngby
    Hier ist mal ein Vergleich der aktuellen Verkehrssituation, so wie sie in HDT und auf der Kölner Seite angezeigt werden. Beachte die 27 Meldungen...


    /Sebastian


    Ist HD-T also recht unvollständig oder wie ist das zu verstehen?

  • Zitat

    Original von daselend
    Bischen Kopfrechnen
    kann nicht schaden .


    Womit soll ein Navi rechnen? Die Länge der Behinderung sagt so gut wie nichts aus. Deshalb unterscheidet TMC ja auch zwei Schweregrade. Bei Garmin z.B. gelb(zähfließend) und rot(stockend/Stillstand). Umfahren wird bei Garmin das rote (IMHO egal wie lang) und für das gelbe wird Fahrtzeit hinzuberechnet (schätze mal das doppelte von normal), aber nicht umfahren.


    Wenn das jetzt anders sein sollte, dann hat sich seit meinem Nüvi 660 und dem SP 550 was grundlegendes bei Garmin verändert. Da glaube ich aber nicht wirklich dran.


    Franz

  • Zitat

    Original von Zero511


    Ist HD-T also recht unvollständig oder wie ist das zu verstehen?


    Die 27 Meldungen beziehen sich auf alles. Also auch Baustellen.


    Ich habe mal versucht, die Meldungen zu vergleichen. Ich habe mich nur auf Verkehrsmeldungen beschränkt (also keinen Baustellen)


    Nicht alle HD-T Meldungen sind auch bei der Kölner Seite zu sehen. Die habe ich mit gelben Linien markiert, die meisten HD-T Meldungen sind dort, wo in Köln keinen Detektoren sind. Rote Linien sind Meldungen, die bei HD-T nicht drin sind. Blaue Linien zeigen bei beiden einen Stau.


    Wenn ich was übersehen oder falsch markiert habe, nur zu...


    Franz

  • Wenn ich das richtig sehe, dann ergibt das einen Vorteil der Detektoren im Kern der Innenstadt, was auch nicht weiter verwunderlich ist, weil dort die Strassendichte für die Floatingphone Daten schon sehr gross ist.


    Wen man mal annimmt, das alle Meldungen stimmen. (Die von HD-T gemeldeten Staus in der Innenstadt werden ja, bis auf einen, alle von den Detektoren bestätigt), und wenn man mal vom vorliegenden Bildmaterial ausgeht, worauf man nicht alles so 100%ig erkennt, ergibt sich folgendes Bild:


    Gesamtanzahl Meldungen: 20


    HDT: 17 Verkehrsmeldungen / mobil-im-rheinland: 7 Verkehrsmeldungen


    4 Meldungen decken sich, bei HDT fehlen 3 Meldungen, bei mobil-im-rheinland fehlen 13 Meldungen


    Unvollständig würde ich das nicht nennen. Zumindest bei den Verkehrsmeldungen. Baustellen sind nicht Routingrelevant. Solange es keine Sperren sind, macht es nichts.


    Franz

  • moin zusammen,
    innerstädtisches routing um staus herum macht meines erachtens nur bedingt sinn. in berlin mit einer hohen anzahl an breiten und mehrspurig ausgebauten straßen mag das begrenzt von nutzen sein. aber in städten wie köln auf gar keinen fall. wer in köln mal versucht hat irgendwo links abzubiegen, kann das bestätigen. da wird aus einer evtl. umfahrung gleich eine stadtrundfahrt, besuch anderer verkehrsstörungen inklusive.


    die detektierung von verkehrsstörungen lässt sich sicher bis in die kleinste nebenstraße ausbauen. die abbildung und nutzbarkeit solcher informationen stößt aber irgendwann an ihre grenzen. im übrigen werden in der stadt größtenteils akku-betriebene sensoren verwendet, die im laufenden winter nach und nach ausfallen, ähnlich einer autobatterie. bei klammen städtischen geldsäckeln kann man sich vorstellen, wie sorgsam solche sensor-netze gepflegt werden können.


    nach lesen der infos auf mobil-im-rheinland.de habe ich mal beim wdr nachgefragt, wann mit einer einspeisung solcher daten zu rechnen sei. dort wird das projekt aber deutlich pessimistischer eingeschätzt, als es die aussage auf der o.g. seite suggeriert. im übrigen wäre es auch nicht nur wdr2, der die daten ausstrahlen würde, sondern alle 6 wellen. man verwies auf den nun schnelleren tmc-datentransport, den man nicht mit innerstädtischen einzelmeldungen befüllen könne, andere großstädte würden dann nicht gern hintenanstehen.


    lg schimmi