Wir waren knapp drei Wochen mit einem GO 910 in Florida und Georgia unterwegs. Die Zielführung war perfekt, alles andere als perfekt jedoch waren die kalkulierten Reisezeiten.
Diese waren einigermaßen stimmig nur auf den mit unseren Autobahnen vergleichbaren Interstates und in den Ballungszentren, wo man durch viele Ampeln gebremst wird. Außerhalb jedoch, in der "Pampa" mit sehr wenig Verkehr, waren unsere echten Reisezeiten nur so zwischen 70% und 50% der von Tomtom berechneten.
Wir hatten in unserem Mietwagen ab und zu mal das eingebaute System Hertz Neverlost (auf der Basis von Magellan) mitlaufen lassen. Dieses berechnete im Gegensatz zum Tomtom auch für die Fahrten durch die Pampa Zeiten, die mit denen von uns gefahrenen gut übereinstimmten.
Daraus schließe ich, dass Tomtom in Nordamerika für normale "Landstraßen" mit viel zu konservativen Geschwindigkeitsprofilen kalkuliert. Vielleicht sind dies die gleichen (?) wie für Europa, wo man auf Landstraßen im Vergleich zu den Autobahnen ja auch wirklich nur recht langsam voran kommt.
In Nordamerika jedoch sind viele der Landstraßen zweispurig ausgebaut, und sogar auf den nur einspurig ausgebauten Straßen, auf denen man nur ab und zu mal durch bebaute Gebiete kommt, ist man fast mit der gleichen Durchschnittsgeschwindigkeit unterwegs wie auf den Interstates.
Ist das ein bekanntes Problem?