Hallo Anton,
manchmal habe ich den Eindruck, dass Du den GlopusMapManager und dessen Funktionsweise nicht kennst. Täusche ich mich da?
Hallo Anton,
manchmal habe ich den Eindruck, dass Du den GlopusMapManager und dessen Funktionsweise nicht kennst. Täusche ich mich da?
ZitatOriginal von thomas1904
manchmal habe ich den Eindruck, dass Du den GlopusMapManager und dessen Funktionsweise nicht kennst. Täusche ich mich da?
Hallo Thomas,
du täuscht dich nicht, denn auf meinem PC hat er (in einer früheren Version) nie funktioniert ;-))
Grüsse - Anton
ZitatAlles anzeigenOriginal von macnetz
Hallo Peter,
Kartografie ist - gerade für Einsteiger - ein komplexes Feld.
Ich hatte den Eindruck, dass du für die Glopus-Kalibrierung etwas neues eingeführt hast, nämlich Kalibrierungs-Punkte ausserhalb des Kartenbildes.
Ich finde es besser, wenn Karten und die Programme unabhängig voneinander nutzbar sind. Das geht aber nur, wenn die Grundlagen diesselben sind. Ich bin kein Freund von unterschiedlichen Formaten und dann nötigen Konvertierungen. Am Besten wäre es, wenn alle Rasterkarten-Programme World-Files lesen und schreiben könnten. Das ist meiner Ansicht nach der beste allgemeine Standard für Kalibrierung von Rasterkarten. Zu den World-Files gehören dann noch die Angaben zu Projektion und Kartendatum.
Dann sind die Einzelkacheln beliebig nutzbar und nicht auf ein Programm beschränkt.
Grüsse - Anton
Ok, da gebe ich dir natürlich recht. Es wäre wünschenswert, wenn Glopus eine standartisierte Kalibrierung nutzen würde. Vielleicht bin ich da etwas übervorsichtig, aber ich möchte vermeiden, dass irgendwann ein Anwalt vor meiner Tür steht und mir missbrauch eines geschützten Formates vorwirft.
Die Kalibrierungspunkte außerhalb der Karte entstehen übrigens nur beim Splitten einer Karte. Damit bleiben für alle neu generierten Kacheln die ursprünglichen Referenzpunkte (die ja unabhängig von Projektion usw. stimmen sollten) erhalten und das kann wirklich Vorteile bringen, wenn man sich später auf diese Punkte beziehen will.
Stimmt, mit dieser Methode bleiben die Referenzpunkte immer richtig, unabhängig von Datum und Projektion. In diesem Fall müsste aber Glopus die Mercator-Korrektur vornehmen. Wenn die Kachelaufteilung vom Geogrid/MagicMaps übernommen wird, eigentlich der Idealfall, hat Geogrid/MagicMaps bereits diese Mercatorprojektion der Eckpunkte gemacht. Nur verzichten darauf kann man nicht, ohne grobe Fehler zu machen.
Habt ihr denn schon mal versucht, eine grosse Mercatorkarte in Google zu kalibrieren? Mit einer 1:1 Mio-Karte aus NH-Toptrans (10000x10000pix) war das unmöglich. Es ging nur so, daß der Geogrid-Viewer Bild für Bild die Karte abgekachelt hat und damit sozusagen die Mercator-Umrechnung der Eckkoordinaten übernommen hat (linkes Bild). Die Kalibrierung einer Gesamtkarte ging gründlich daneben (rechtes Bild). Da steht das Schloss Herrenchiemsee nicht mehr auf der Insel sondern in den Alpen. Das passiert sowohl mit dem Einzelgif (etwas verkleinert) als auch mit der automatischen Kachel-Aufteilung via GlopusMapManager. Die Kalibrierung an 4 Stützpunkten war exakt, nur eben sind das die angesprochenen Projektionsverzerrungen. Dabei liegt das Schloss noch nah dem südöstlichen Kalibrierpunkt. Andere Regionen sind noch stärker gestört.
Solange der Geogrid-Viewer die Kachelaufteilung machen kann, kein Problem. Aber wenn jemand so eine Karte scannt, bliebe nur die Wahl, die 10-100 Kacheln einzeln zu kalibrieren. Wer hat dazu schon die Geduld (dann würde ich eher zu Ozi greifen). Insofern waren die Einwände der Ozi-User nicht ganz unberechtigt. Bei Ozi passiert das nicht, weil es die Projektion kennt.
Nun, ich will jetzt nicht sagen Glopus ist untauglich dafür, denn Glopus selbst kann mit korrekt kalibrierten kleinräumigen Kacheln sehr wohl genau positionieren. Das beweist das linke Bild. Insoweit fand ich die Meinung von User fermoll unpassend. Das Problem ist halt nur der GlopusMapManager, der bei der Kachelzerteilung eine Mercator-ungeeignete lineare Aufteilung macht. Wie gesagt, mit wenig Aufwand wäre das zu korrigieren, ohne Glopus selbst anzutasten.
Peter, überleg mal. Mit den paar Korrekturformeln hättest du die wichtigsten Argumente der Ozi-User entkräftet was große Karten anbetrifft. In Glopus sind ja momentan nur die mit Geogrid-Karten (D-A-CH) und MagicMaps versorgten gebiete automatisch zu kalibrieren. Aber wer eine Buschtour durch Brasilien macht, kann momentan mit Glopus noch nicht die großen gescannten Karten nutzen. Google ist in meinen Augen kein Ersatz für eine gute Topo-Karte. Gut, mir ist das egal. Für einen Familienausflug sind solche Länder für mich momentan nicht drin. Aber es gibt sicher viele User, die Glopus gerne mit auf die große Reise nehmen.
ZitatAlles anzeigenOriginal von Peter Kirst
mal: Für Top25, Top50 und etwas größere Maßstäbe ist bei der gängigen Glopus-Kachelgröße (1000*1000) der Fehler kleiner als ein Pixel und somit könnte ich sogar featuremäßig für diese Maßstäbe zumindest die Mercator Projektion aufnehmen.
Karten im Europamaßstab darf man in Glopus in einer falschen Projektion korrekterweise nicht benutzen, wenn man eine pixelgenaue Darstellung will.
...
Momentan stehen andere Punkte in meiner ToDo obenan zumal ich in der Regel weiß: ich bin in Europa, in Deutschland; die richtige Straße bzw. die Position im Wald sagt mit Glopus mit der maximal möglichen Genauigkeit von GPS und Kartenmaterial.
...
Übrigens Umrechnungsformeln für Mercaor und einige andere sind in Glopus schon drinnen.
Es ist alles eine Aufwand-Nutzen-Abschätzung
1- eine Reprojektion des Bildes würde Glopus ziemlich umkrempeln und hätte wahrscheinlich wenig Nutzen. Ich denke Ozi macht das auch nicht.
--> viel Arbeit für Peter & kostet PPC-Performance
(war das deine Befürchtung, als das Thema Projektion aufgekommen war?)
2- eine Berücksichtigung der Projektion bei der Umrechnung Pixelkoordinate-zu-GPS wäre unabhängig von der Bildverarbeitung zu machen und würde jedem Punkt eine optimale Genauigkeit geben (so macht es Ozi). Nachteil ist nur, dass in den KAL-Dateien ein weiterer Parameter a la "Projection=Transversal Mercator, Meridian 9" aufzunehmen wäre.
--> mittlerer Aufwand, der Nutzen ist nur bei großen Karten da, z.B. Brasilien-Übersicht, bei Top50-Kacheln à 1000pix irrelevant
3- exakte Generierung der Kalibrierpunkte von Kacheln nach Zerstückelung der Mercatorkarten in kleine Teile.
--> geringer Aufwand in GlopusMapManager, Nutzen: behebt die krassen Projektionsfehler im vorigen Bild
Ja, das stimmt. GMM könnte da mit korrekter Berechnung der Punkte beim Splitten schon viel verbessern. Mal sehen.
Ich habe den GMM bisher nur als Tool gesehen, um vorhandenes elektronisches Kartenmaterial für Glopus aufzubereiten, denn sehr große Bilder verarbeitet das Programm eh nicht.
Dein Beispiel ist aber auch kein Top50 Level. Oder meinst du, dass man danach Fahrrad fährt?
Das war 1:1 Mio DLand. Aber größere Papierkarten zu 1:500000 bis 1:100000 hätten wohl auch noch gröbere Projektionsfehler in Gesamtkarte + unnötigerweise auch in der GMM-Splittung. Klar für die elektronischen Karten in D-Land läufts ja auch super. Nur wenn man schonmal ein Navi hat, darf es ruhig auf Dienstreise mal um die Welt kommen. Der Aufwand für dich wäre im Prinzip nur eine Auwahlbox Projektionstyp mit "Transversal Mercator", ein Feld für Meridian plus die einbebaute Umrechnungsformel.
Was sind denn die Limits im GMM beim Kachelteilen? Die Tools aus der netpbm-Bibliothek arbeiten direkt auf Dateiströmen und können so fast beliebig große Rasterbilder beschneiden, ohne das das Bild selbst in den RAM-Speicher passen muss:
http://netpbm.sourceforge.net/doc/pamdice.html
http://netpbm.sourceforge.net/doc/directory.html
Die kannst du auch aus GMM mit den ensprechenden Parametern aufrufen. Nur die Kalibrierung muss eben Glopus-spezifisch dazugeschrieben werden.
ZitatOriginal von macnetz
Am Besten wäre es, wenn alle Rasterkarten-Programme World-Files lesen und schreiben könnten. Das ist meiner Ansicht nach der beste allgemeine Standard für Kalibrierung von Rasterkarten. Zu den World-Files gehören dann noch die Angaben zu Projektion und Kartendatum.
Dann sind die Einzelkacheln beliebig nutzbar und nicht auf ein Programm beschränkt.
Grüsse - Anton
... als Kalibrierdatei ungeeignet. Eben, keine Angabe zur Datum & Projektion, noch nicht mal die UTM-Zone, d.h. mehrdeutig in UTM. ... Ein recht primitives Format, das keine Kalibrierdatei ersetzen kann. GeoTIFF könnte das alles und ist sogar ein offenes Public Domain Format. Nur könnte PNG und JPEG damit nichts anfangen.
Frank, klar ist das machbar, kein Thema. Aber ich habe auch nur begrenzt Zeit und die versuche ich so einzusetzen, dass möglichst viele Leute von neuen Features provitieren und nicht nur einige wenige. Nach den PNA Unterstützung und Kartenbeschleunigung wollte ich mich jetzt wieder dem Thema Track, GoTo und POI zuwenden, da es dort auch noch viel Verbesserunfpotential und Wünsche gibt. Mal sehen...
Mir schon bewusst, dass du deine knappe Zeit primär für die wichtigsten Dinge einsetzen willst. Darum hatte ich mich bei den Wünschen nach Multi-Datum Multi-Projektionssupport in Glopus zurückgehalten, die sicherlich sehr viel Arbeit auslösen würden. Aber hier dachte ich, du kannst mit einer relativ kleinen Korrektur der Kalibrierformel im GMM einen grossen Nutzen erreichen. Ich selbst bin ja im Geogrid-Versorgungsgebiet zufrieden. Aber ich denke schon, dass viele Leute von größeren gescannten und geteilten Mercatorkarten im Ausland profitieren würden...