SiRF Star III - ein Witz?


  • Grundsätzlich: ich (wir???) habe/n es mir/uns abgewöhnt, die Eigenarten der SiRF III-Technology ergründen zu wollen. Es gibt hier mehrere Dinge, die man mit dem Verstand nicht mehr zuordnen kann.


    Die meisten Mäuse haben einen Hysterese-Effekt: sie brauchen einen gewissen Signalpegel eines Sat damit sie "in use" gehen, das Herausfallen aus in use geschieht aber bei einem geringeren Pegel. Dadurch, dass die SiRF III auch noch reflektierte Signale mit heranzieht, ist es durchaus möglich, auch den wrsten fix mitten im Raum zu bekommen.


    Was die Auswahl der Sats betrifft, die SiRF III in use nimmt, na ja. Da liegt man zwischen Erstaunen und Spiritismus. Eine nachvollziehbare Erklärung habe ich noch nicht gefunden. Übrigens eine Eigenart, die ich häufig beobachte, Sirf III möchte zum ersten fix so nach einem Tag meistens 4 sats haben, mit 3 mögen sie meist nicht.

  • Auch noch einen Kommentar zu der maximalen Anzahl der Sats:


    Das NMEA-Protokoll sieht einfach maximal 12 Satelliten vor, Basta! Auch wenn die Maus 100 Kanäle hätte und da oben 200 Sats rumschwirren würden kann aufgrund dieser Eigenart nie mehr als 12 Sats angezeigt werden. Da sie meisten Programme sind einfach an diese NMEA-Protokoll halten (müssen) werden eben auch nur diese 12 in den Programmen als maximale Anzahl gezeigt.


    Im Übrigen ergeben sich aus 20 Sats auch nicht zwangsläufig bessere (genauere) Koordinaten als aus 4 Sats. Wichtig für eine genaue Positionsberechnung ist vielmehr eine gute Verteilung der Sats am Himmel und eine Ionosphere mit bekannten Eigenschaften. Manche Empfänger versuchen auch EINEN Satelliten auf zwei Kanälen zu empfangen um die Empfindlichkeit zu erhöhen und bei schlechtem Empfang noch eine Fix zu schaffen.


    Wir können die Chips in den Empfängern kaum wirklich beeinflussen und müssen uns eben darauf verlassen das die Geräte mit dem eingebauten Programm des Herstellers die richtigen - maximal 12 - Sats zur Berechnung der Position heranziehen. In der Praxis habe ich im Freien immer ausreichend genaue Angaben erhalten. Im Haus erhält man keine so genauen Daten, aber dafür war das System auch nie ausgelegt. Die ersten Empfänger waren unhandlich und selbst die militärischen Geräte waren zunächst nicht mal so genau wie es heute die Consumergeräte sind. Das liegt natürlich auch der Abschaltung der künstlichen Ungenauigkeit der GPS-Sender, aber auch an den deutlich verbesserten Empfängern (so wie eben dem Sirf-III)


    Ich muss auch sagen das mich diesbezüglich der Titel des Themas etwas angenervt hat. Bevor ich so eine Formulierung loslasse mache ich mich erst mal etwas mehr schlau. Über Google und hier im Forum findet man in ein paar Stunden wirklich nahezu alle Informationen die man sich wünschen kann.


    gruß

  • Hallo bitboy0,


    ich weiß nicht, woraus Du ableitest, dass das NMEA-Protokoll nur 12 Sats erlaubt. Jedenfalls ist es nicht richtig, denn ich habe im Protokoll schon mehr gesehen. Leider habe ich so furchbar viele logs gespeichert, dass ich genau dieses schwerlich finden werde, sonst könnte ich Dir das beweisen.


    Ich weiß das so genau, weil mein GPSLog zunächst auch nur auf die Auswertung von 12 sats in GSV beruhte. Bis dann eben mehr auftauchten und ich nachprogrammieren musste.


    Richtig ist, dass in GSA nur 12 hinterlegbar sind. Sollten mehr in use gehen - was nun wiederum sehr unwahrscheinlich ist - werden halt nur die ersten 12 angeschrieben.


    Und zu den 20 Sirf III-Kanälen: das steht schon irgendwo, dass hier sats mehrfach genutzt werden. Konkreteres weiß ich aber auch nicht.


    Genauere Kordinaten werden sich durch die 20 Kanäle vermutlich nicht ergeben, aber ein schnellerer Fix sowie die Einbeziehing und Überwachung von Reflexions- und Streustrahlung. So habe ich es zumindest gelesen.

  • Also laut NMEA dürfen in GSV & GSA nur 12 Sats zeigen... wenn manche Mäuse mehr ausgeben ist das nicht "erlaubt" ... aber vielleicht haben manche Hersteller auch nicht damit gerechnet das mal wirklich mehr als 12 Sats in View sind... Da kann dann auch mal ein Sat auftauchen wo eigentlich keiner sein sollte.


    Jedenfalls sind mehr als 12 eh keine wichtige Sache in meinen Augen... Ionospherenkorrektur wäre mir mit 6 Sats lieber als 20 ohne.


    gruß

  • Zitat

    Original von bitboy0
    Also laut NMEA dürfen in GSV & GSA nur 12 Sats zeigen...


    gruß


    Nur der Neugierde halber: kannst Du mir das mal belegen?



    Glaub ich nicht so richtig, denn aus einer Spezifikation von u-blox (Antaris Protocl Specification):


    Note:
    If less than 12 SVs are used for navigation, the remaining fields are left empty. If more than 12 SVs are used for navigation, only the IDs of the first 12 are being output.
    The SV Numbers (Fields 'Sv') are in the range of 1 to 32 for GPS satellites, and 33 to 64 for SBAS satellites (33 = SBAS PRN 120, 34 = SBAS PRN 121 and so on)


    Example: $GPGSA,A,3,23,29,07,08,09,18,26,28,,,,,1.94,1.18,1.54*0D


    für GSA, und:


    GSV - GPS Satellites in View
    The number of satellites in view, together with each PRN (SV Id), elevation and azimuth, and C/No (Signal/Noise Ratio) value. Only four satellite details are transmitted in one message. There are up to 4 messages used as indicated in the first field NoMsg.


    für GSV.


    Und 4x4 sind 16.


    Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Fa. wie u-blox gegen den NMEA-Standard verstößt.

    2 Mal editiert, zuletzt von karomue ()

  • Ich hab das zwar irgendwo anders gelesen und anders interpretiert, aber das ist ja auch nicht unendlich wichtig ;) Wenn die Grenze bei 16 liegen sollte dann wird es spätestens beim Einsatz der Galileo-Sats an diese Grenze kommen... die sollen ja seamless im GPS mitarbeiten können. jedenfalls ist der Wert begrenzt, und die meisten Programme können nur mit 12 Sats umgehen.


    Mein Sirf-III hat mir bisher auch erst ein paar mal gezeigt das er überhaupt 12 inUse haben kann... und das hat den PDOP nicht verbessert zu dem Zeitpunkt...


    gruß

  • Zitat

    Original von bitboy0
    Ich hab das zwar irgendwo anders gelesen und anders interpretiert, aber das ist ja auch nicht unendlich wichtig ;) Wenn die Grenze bei 16 liegen sollte dann wird es spätestens beim Einsatz der Galileo-Sats an diese Grenze kommen... die sollen ja seamless im GPS mitarbeiten können. jedenfalls ist der Wert begrenzt, und die meisten Programme können nur mit 12 Sats umgehen.


    Mein Sirf-III hat mir bisher auch erst ein paar mal gezeigt das er überhaupt 12 inUse haben kann... und das hat den PDOP nicht verbessert zu dem Zeitpunkt...


    gruß


    Es war auch nur Neugierde. In kowoma "stimmt " es auch nicht. Was die Mäuse und anschließend die SW damit machen, das ist wieder was anderes. :]