Einbau IVA-D310 und NVE-N099P

  • Hallo allerseits,


    ich lese seit einiger Zeit hier mit, und wollte euch nun fragen, wo ihr die Komponenten verbaut habt oder würdet.


    Konkret geht es um einen Golf 4 in den eine IVA-D310 und ein NVA-N099P reinsoll. Von Conrad werd ich mir noch das Adapterset für die Phantomspeisung holen, da nur ein Alpha radio im Golf ist.


    Also wo soll die Tunerbox und die Navi hin? brauch ich dazu extra Kabel oder sind die dabei?


    danke
    frog.

  • hi,


    ich hab den multimediacontroller vorne unter dem amaturenbrett. da kommst du ganz einfach dazu, wenn du das handschuhfach ausbaust und den beifahrerteppich etwas umknickst.


    das gerät läuft nun ein jahr lang schon tadellos ohne hitzeprobleme.


    das navi-dvd-laufwerk hab ich mit den beiliegenden halterungen unter das handschuhfach montiert.
    die blaue beleuchtung passt wunderbar zum interieur vom 4er golf.


    tmc-antenne hab ich an einer fixen seitenscheibe (kombi) montiert.


    bei mir war eigentlich fast alles im lieferumfang mit drinnen; kabel solltest halt verstauen oder kürzen wenn du den controller und das dvd-lw vorne einbaust...


    viele grüsse und viel spass beim einbauen
    marcel

  • Wo hast du denn die GPS antenne hingebaut?


    was mir auch noch einfällt:


    - rückfahrsignal? gibts da eine einfache möglichkeit?
    - Tachoimpuls, geht das wirklich nur mit nem CAN-Adapter? wie schon gesagt es ist nur ein Alpha Radio verbaut.



    danke für die schnelle Antwort :)


    gruss

  • hi,


    -gps antenne habe ich ohne grundplatte vorne am amaturenbrett bei der lüftung (fast unsichtbar) angeklebt.


    -rückfahrsignal hab ich keines angeschlossen, dieses drähtlein suche ich auch noch...


    -tachoimpuls ist am pin 1, funktioniert tadellos bei mir!


    easy!


    marcel

  • hattest du auch ein alpha/beta drin? und da war das Tachosignal schon dran?


    na denn kann ich mir den CAN-adapter ja sparen.


    gruss

  • sorry, hab nachgesehen; ich hatte den gamma radi drinnen...


    nachmessen wäre ne möglichkeit...

  • Schau einfach nach ob an Pin1 des schwarzen Iso-Steckers ein glau-weises Kabel ankommt, das müsste das Tachosignal sein.


    RFS kannst du direkt am Rückfahrscheinwerfer abgreifen...

  • also bevor ihr euch kaputt sucht und 20 m Kabel im Auto legt, hier der kürzeste Weg!!! :)


    Auf der Fahrerseite den Hebel zum Öffnen des Motorraums abschrauben (2 Schrauben), dann den Seitenschweller (müssten insgesamt 5 Schrauben sein) abschrauben und nach innen ziehen.
    Unter dem Schweller befinden sich ein paar Kabelstränge; dort nach dem schwarz/blauen Kabel suchen.
    Vorsicht: es gibt zwei von der Sorte, also mit der Prüflampe testen, welche das richtige ist: Rückwärtsgang rein, Zündung ein, Lampe leuchtet. Jetzt den Rückwärtsgang raus, das Licht muss ausgehen.
    Mit einem "Kabeldieb" kann man jetzt das Signal anzapfen und unterhalb des Lenkrads zum Navi führen.
    Am Navi anklemmen, alles wieder anschrauben, fertig!

  • Ich hab nun alles da und wollte mit dem einbau anfangen, nun binich mir nichtmehr ganz sicher ob ich die Phantomspeisung auch brauche.


    Danke

  • also um eine genaue "vorallem auf dauer" Position zu bekommen brauchst RFS

  • Hallo,


    den Phantomspeiseadapter wirst du brauchen, da sonst der Empfang sehr schlecht ist


    cu
    KuNi

  • hat eigentlich mi Signalempfang nicht viel zutun...


    Um zu verstehen, warum dieser Anschluss notwendig ist muss man zuerst die Kalibrierfunktion der Geräte verstehen.
    Grundsätzlich setzt ein Gerät während der Kalibrierung eine Wegstrecke in ein Verhältnis zu einer Impulszahl des Geschwindigkeitssignals.
    Dadurch weiß das Gerät wie viele Impulse welcher Wegstrecke entsprechen.
    Dies geschieht nach dem Einbau während der Kalibrierungsfahrt . Zuerst wird durch das GPS-Signal permanent die gefahrene Wegstrecke ermittelt und mit der Anzahl der Impulse des Geschwindigkeitssignals verglichen. Daraus ergibt sich ein erster Grundwert für die Kalibrierung. Ein weiterer Schritt ist die Feinkorrektur durch Gegenkontrolle mit der digitalen Landkarte. Grob dargestellt wird in jedem Abbiegepunkt die Strecke die seit dem letzen Abbiegepunkt gefahren wurde an Hand der gezählten Impulse mit der auf der digitalen Karte hinterlegten Entfernung verglichen. Weicht die, über die Impulszahl ermittelte Wegstrecke, von der hinterlegten Strecke ab wird der im Gerät hinterlegte Wert für das Verhältnis Impulszahl/Wegstrecke korrigiert.
    Diesen Mechanismus schaltet das Gerät aber nach der Grundkalibrierung nicht ab, sondern korrigiert darüber ständig gegen. Dadurch wird z.B. ein abnehmender Reifen-Abrollumfang durch Verschleiß oder ein Radwechsel korrigiert. Diese Funktion ist absolut notwendig um einen stabilen Dauerbetrieb ohne ständige manuelle Kalibrierfahrten zu gewährleisten.


    Schließt man nun bei einem Fahrzeug das Rückfahrsignal nicht an, so bekommt das Gerät zwar die Wegstreckenimpulse, erkannt aber nicht in welche Richtung das Fahrzeug sich bewegt. Dies kann zu Problemen führen. Beispiel 1:
    Fährt man z.B. eine Strasse entlang und setzt rückwärts in eine Parklücke zurück, so erkennt die Gerät die rückwärts gefahrene Strecke als Vorwärtsfahrt.
    Bei einer Impulszahl von 10 pro Radumdrehung und einen Reifenumfang von 1900mm zählt das Navigationsgerät auf 100m rund 526,32 Impulse. Die Rückwärtsfahrt in die Parklücke (ca 6m) bedeuten für das Gerät 31,58 Impulse.
    Fährt man nun weiter kommen für das Herausfahren aus der Parklücke noch einmal ca. 31,58 Impulse hinzu bis man wieder an der Stelle ist an der man das Einparkmanöver begonnen hat. D.h. das Gerät zählt ungefähr 63,16 Impulse mehr als es laut Karte für die Strecke zwischen dem letzen und dem nächsten Abbiegepunkt erwartet hat. Es korrigiert den hinterlegten Kalibrierwert nach hat damit einen um diese Zahl falschen Wert im Speicher. D.h. es produziert im Endeffekt eine Abweichung mehreren Metern bis es am nächsten Abbiegepunkt gegenkorrigieren kann.
    Fährt man nun durch eine Stadt und führt dabei mehrfach Parkmanöver aus wird der hinterlegte Speicherwert ständig verfälscht. Da das Gerät den Wert auch nicht schlagartig sondern in kleinen Schritten ändert stellt sich ein ständiges Korrigieren des Speicherwertes ein. Mit jeder normal gefahrenen Strecke zwischen Abbiegepunkten wird der Wert Richtung korrekt korrigiert, mit jeder Rückwärsfahrt wandert der Wert Richtung falsch. Das Gerät kommt durcheinander und produziert falsche Abbiegehinweise oder hört durch eine erhöhte Rechnerbelastung ganz auf zu führen, bzw. reagiert langsam. In Extremfällen, besonders bei älteren Geräten mit geringer Rechnerleistung führt so etwas bis zum Hang-up oder Systemabsturz.


    Beispiel 2:
    Man fährt vorwärts in eine Parklücke die rechtwinklig von der Fahrbahn weggeht. Zwischen Fahrbahn und Parklücke befindet auch noch ein Gehweg von 2m. Nun kommt man nach einiger Zeit zurück und parkt rückwärts aus. Nun erkennt das Gerät 10m Vorfärtsfahrt obwohl man rückwärts fährt. Kurz nach dem Aufstart hat es aber noch nicht genug Satteliten gefunden um zu relokalisiern. Es schätzt nun seine Position auf Basis der letzten Position, der erkannten Wegstreckensignale und der Landkarte ab. Dabei springt das Gerät leicht auf eine Position in einer Parallelstrasse. Bei schlechtem GPS-Empfang wie er in Städten durch Abschirmung (Hochhäuser, Unterführungen, Alleen) häufig herrscht kann es mehrere Minuten dauern bis das Gerät die richtige Position wiedergefunden hat. Mit etwas Pech wurde während dieser Zeit auch noch der Kalibrierwert stark verändert und das Gerät hat mehrere Abbiegepunkte/Strassen lang eine extreme Missweisung.
    Schlimmer kann sich so etwas noch beim Parken und Rangieren in Parkhäusern auswirken.


    Das häufig zu lesende Argument wenn man nicht dauernd lange Strecken rückwärts fährt benötigt man das Rückfahrsignal nicht ist grundlegend falsch. Schon kurze Strecken rückwärts können zu Problemen führen.
    Aussagen wie "Ich fahre schon Jahrelang ohne Rückfahrsignal und habe keine Probleme" bedeuten auch nur, dass derjenige noch niemals sein Gerät in vollkommen korrekter Art arbeiten gesehen hat und daher überhaupt nicht weiß wie sich das Gerät bei vollständigem Anschluss verhält. Manch einer wird sicher überrascht sein wenn er das Signal anschließt und hinterher merkt dass das Gerät plötzlich stabiler läuft oder schneller reagiert.


    Der Anschluss des Rückfahrsignals ist daher unbedingt durchzuführen. Im Allgemeinen ist dies auch nur eine Arbeit von wenigen Minuten. Ein Einbau ohne Anschluss ist Pfusch und beeinträchtigt die zuverlässige Funktion des Gerätes.

  • Hallo stopper123


    Super erklärt - aber seine Frage war ob er einen Phantomspeiseadapter braucht - und nicht ob er das Rückfahrsignal anschliesen soll.


    Der Phantomspeiseadapter wird von VW dazu verwendet die aktive Antenne über das Antennenkabel mit Strom zu versorgen.


    Noch was zu deiner Erklärung:
    Im Prinzip ist alles Richtig, bis auf einige Kleinigkeiten. Beim Tachosignal gibt es keine Kommastellen - Inkrementalgeber schliesen nur einen Kontakt, das Navi zählt mit.
    Auch stimmt es nicht ganz, dass der Fehler nur langsam korrigiert werden. Erkennt das Navi einen Fehler (Durch eben eine Sat Ortung) korrigiert es die Position sofort. Besitzer von Bildschirmnavis sehen das hin und wieder am Bildschirm.
    Auch kann ich mir schwer vorstellen, das eine fehlerhafte Position zu einem Absturz führt - ist in meiner Navi Karriere eigentlich noch nie aufgetreten (wobei ich bei einem Absturz meistens net weis, warum es abstürzt....)


    Aber alles in allem - eine super Erklärung vom Tachosignal und vom Rückfahrsignal


    cu
    KuNi

  • sorry wenn ich selber irgendwo daneben liege aber man lernt nie aus :)

  • jepp das nenn ich mal ne fundierte erklärung für das notwendige anschließen des rückwärtssignals..


    da muss ich gleich mal sehen daß dieser anschlußfehler beseitigt wird 8o meine tolle einbauwerkstatt hat das signal natürlich nicht angeklemmt ?( ...is ja auch net notwendig :( :( meinten sie..


    mfg jochen 8)


    kann das sein das die menue-funktion "reifenwechsel" genau dieses messverfahren auf null setzt?? dann sollte man vielleicht nach dem anschließen diese funktion ausführen.. :rolleyes: