Muß mir ein neues Navigationssystem zulegen, das alte (Alpine NVE-ND55ZP) wurde samt Blaupunkt DAB gestohlen. Scheibe eingeschlagen und alles rausgerissen. Jetzt will ich mir ein VDO dayton MS 4900 mit TMC Empfänger zulegen.
Wie ich lese ist kaum jemand zufrieden. Kann ich mir die Ausgabe für TMC sparen und wie funktioniert das? Muß ich den jeweiligen Sender hören oder reicht der automatische Verkehrsfunk?
Bedanke mich für Eure Antwort.
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Die dämlichste aller Antworten -aber sie stimmt:
Kommt drauf an.
Nämlich darauf, wo Du unterwegs bist. Ich persönlich kann am besten Berlin und Nordrhein-Westfalen vergleichen. Kurz und grob: in NRW ist es nahezu perfekt, in Berlin kannste's voll verjessen. Die Berlin-Brandenburger Sender sind so dermaßen eingeschlafene Triefnasen, daß man fast vom Gegenteil des gemeldeten Verkehrsgeschehens ausgehen sollte. Radio hören bringt da mehr.
Und auf dem Weg dazwischen [A2] hat man vor allem in Teilen Brandenburgs und Sachsen-Anhalts noch nicht einmal Empfang.Es steht und fällt also mit der Qualität und Sorgfalt der Sender (der WDR ist da vorbildlich). Wenn das erst einmal gegeben ist, ist TMC für Vielfahrer ein Segen. Allerdings wohl nur auf Fernstraßen, also vornehmlich Autobahnen. Für die Städte bringt das eher weniger, vielleicht auch, weil sich dort das Geschehen zu rasch ändert.
Zum Modell 4900: ich hatte bisher die Modelle MS3000 und MS5000, die mir beide viel zu langsam waren. Mit dem derzeitigen MS5500 bin ich da weit zufriedener. Dafür hatte mir die Bedienerführung im MS5000 etwas besser gefallen.
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Danke für Deinen Tipp. Werde auf tmc verzichten. Das 4900 hole ich mir weil es ausreicht. Ich brauche kein Multimedia und preislich kann ich auch nicht so in die Höhe gehen. Die Versicherung zahlt ja nur den Zeitwert und mein Alpine war schon betagt. Außerdem denke ich das VDO ist eh besser als mein altes Alpine.
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So unterschiedlich kann das sein. Mein Navi habe ich mir nur wg. TMC gekauft, da ich fast nur Autobahn fahre und die Strecke kenne. Bin sehr froh über diese Entscheidung.
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Hallo,
hab ca. Mitte letzten Jahres mal die Qualität von TMC-Meldungen untersucht. Hauptsächlich im Bereich des WDR, HR, SWR und BR.
Ergenis war in etwa folgendermaßen:
50% aller Meldungen in etwa zutreffend
25% der Meldungen sind > Faktor 3 falsch (z.B. gemeldet 10 km Stau und in Realität 3 km zähfl. Verkehr)
25% vorhandene Probleme werden nicht gemeldet
30% nicht vorhandene Probleme werden gemeldetBrechnungsgrundlage:
Alle realen Probleme = 100%. Da nicht vorhandene Probleme gemeldet wurden, liegt die Summe über 100%.Gruß, fd111
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Wie sammelt man eigentlich solche Daten? Vor allem: wie stellt man sicher, daß gemeldete Ereignisse korrekt als nicht existent eingestuft werden und nicht als zeitlich übertrieben, z.B. also nicht mehr existent, wenn man selbst am Ort des Geschehens eintrifft?
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genau so wurde es gemacht: durch Deutschland fahren und wenn ein Stau gemeldet wurde, aber keiner vorhanden war, kam das in die Rubrik "nicht existent".
Die Daten wurden währdend normaler Fahrten quer durch D ermittelt, es wurde also nicht etwa gezielt nach Staus gesucht, was das Ergebnis hätte beeinflussen können. So gibt es nämlich etwa um 9 Uhr morgens tendenziell mehr gemeldete, nicht existente Probleme, während es um 7 Uhr eher mehr existente, aber nicht gemeldete Probleme gibt.
Was zählt ist aber letztlich was ein "typischer" Vielfahrer so über einige Monate und über alle Tageszeiten und Wochentage erlebt.
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Auf jeden Fall zeigt es, daß TMC zugleich funktioniert, aber auch verbesserungswürdig ist, was die ausgestrahlten Daten betrifft.
Wie wird das Ganze eigentlich finanziert? läuft das über den Werbeetat der einzelnen Sender, oder gibt es noch andere Töpfe?
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Jedenfalls, was die ARD-Sender betrifft. Der Aufwand wird von den Rundfunkgebühren bezahlt. Laut Rundfunkgesetz hat die ARD den Auftrag, Autofahrern die "bestmöglichen" Verkehrsnachrichten zu liefern.
Die Privaten können es meines Erachtens aber genauso gut ohne Rundfunkgebühren.
Alle Informationen beruhen aber außerdem auf den Meldungen der Landesmeldestellen (Polizei), sind also zum Teil auch per Steuern finanziert. Die Rundfunkanstalten verfeinern aber alle ihre Meldungen mit Hilfe eigener, freiwilliger Staumelder.