Hallo miteinander,
auch ich bin gut nach Hause gekommen, TUI sei Dank und dem freundlich roten Punto, der manchen User gern zwischen Hurst und Schladern auf seinen freien Sitzen mitnahm.
Mir hat das Wochenende sehr gefallen. Die vielen Schreibpartner, die sich wieder zu netten Menschen mit Ecken und Kanten materialisierten und es am Freitag oft auch in trauter Runde nicht lassen konnten, sich zusätzlich miteinander über das Forum zu kontaktieren. Besonders verstrahlt schien mir der virtuelle Kontakt, wenn man sich gleichzeitig am Tisch gegenübersaß, um dann direkt zu fragen: sag mal, wie haste denn das gemeint ...
Die Vorträge brachten mir neue Informationen über das, was vermutlich kommt. Bill von GNS hat den großen Bruder an die Wand gemalt mit jener naiven technischen Begeisterung, die uns allen eigen ist. Gewiss: technisch geht das, wenn man es so genial anstellt, und es hat auch Vorzüge für alle. Aber was für eine Versuchung für die demokratischen Finstermänner dieser Welt. Wenn man mit einer Funkbake am Wegesrand den Einzelnen informatorisch erreichen kann, bringt das einen besorgten Verkehrsminister vielleicht auf die Idee, mit neuen Zulassungsvorschriften zum CAN-Bus die Einhaltung einer Geschwindigkeit zu erzwingen. Aber mach weiter, Bill, Deine Arbeit brachte uns immer voran, und gegen die Zumutungen werden wir uns zu wehren wissen.
Von Europas Satellitensystem, das einmal GPS ergänzen soll, sahen wir einen kleinen Ausschnitt, nämlich die Steuerung vom Boden aus, und mir als gestandenem Mäuseflüsterer zu wenig über die Systemunterschiede zu dem herkömmlichen GPS. Sicher ist das ein Thema eher für eine ganze Tagung. Aber auch dieser Ausschnitt war interessant, zeigte der Referent uns doch, wie unendlich viel Gerät und Erfahrung weltweit am Boden nötig ist, um künftig 30 Satelliten korrekt auf ihrer Bahn zu halten.
Tobias Axt, ein leibhaftiger Entwickler für Neues bei Medion, erläuterte die Möglichkeiten der Connected Devices eine Chose, die mir wegen ihres angelsächsischen Titels zunächst ziemlich rätselhaft war, über deren Möglichkeiten mich der freundliche Referent aber gründlich ins Bild setzte. Da ahnte ich noch nicht, wie wichtig dieser Vortrag gerade für mich persönlich werden würde.
Auf den Ständen drängte sich das interessierte Publikum. Medion, Navigon, Becker, Navisys und Krämer gaben Auskunft über ihre Systeme. Besonders schöne Handwerksarbeit gab es bei ge-tectronic zu sehen: kaum ein Adapter fehlte, und die Kenntnis selbst exotischer Fahrzeuge faszinierte.
Dieses Jahr war das Wetter auf unserer Seite. So strahlende Frühherbsttage passen zu der etwas verwunschenen Stimmung des Elmores. Mir gefiel sehr, wie fleißig die Crew den Ausbau des Elmores zu einer Kulturfabrik inzwischen vorangebracht hat, und vor allem, dass niemand versucht hat, diesen magischen Ort oberhalb der Schladerner Siegfälle auf Stromlinie zu trimmen. Nichts mit Bäume geradebiegen, dafür Respekt vor der Natur, die jetzt den Ort bestimmt, nachdem ein Jahrhundert lang die britischen Metallwerke Elmores den größten Arbeitgeber im oberen Siegtal stellten.
Dafür fällt dann auch mal eine Speicherkarte zwischen die Bodenritzen und muss mit Forengenialität geborgen werden.
Am Freitagvormittag platzte ich mit meiner ersten Runde noch in die Vorbereitungen und wurde dort freundlich aufgenommen. Eine zauberhafte junge Frau schälte unverdrossen einen Berg Kartoffeln und war trotzdem für ein freundliches Gespräch gut. Als ich am Samstagabend meine Grillwurst in Empfang nahm in Berlin hätte es bestimmt Bullette gegeben und den Kartoffelsalat probierte, da wusste ich deshalb, dieser Kartoffelsalat kommt nicht aus dem 25 Kg-Eimer der Metro, und kauend genoss ich noch einmal mein Gespräch mit der schönen Kartoffelschälerin.
Beim Höhepunkt in der letzten Minute des Treffens, der Tombola, fand ich mich als Hauptgewinner dann plötzlich im Mittelpunkt. Ich hatte ausgerechnet ein Exemplar dieser Connected Devices gewonnen, mit denen die Firma Medion das gehobene Segment der Navigation erschließen will. Zum Kampfpreis, das versteht sich bei Medion. Für das Gebotene sind 350 eine Ansage, wie ich in den wenigen Stunden seither herausfand. Und es funktioniert alles, wie man es bei Medion inzwischen gewohnt ist, Einsteigen, losfahren Donnerwetter ich werde noch ein paar Erfahrungen berichten können, wenn ich mit dem System vertraut bin.
Zuhause fand ich zunächst Arbeit, die nachgeholt werden musste, der Montag voll gestopft mit Terminen und Post. Jetzt ist wieder klar Schiff und ich sitze vor den Fotos, sortiere und erlebe manches neu.
Mit einer Veröffentlichung von Fotos im Forum habe ich Probleme, niemanden hierher zu zu zerren, der das vielleicht gar nicht will. Die alte Fotografenregel: frag nicht um Erlaubnis, bitte um Entschuldigung, taugt nicht mehr so richtig für diese abmahnbereiten Zeiten. Während der Aufnahmen, bin ich nur einmal aufgelaufen, als ich Monika anvisierte, aber der Herr neben ihr, dem sie eine Auskunft gab, sich harsch erkundigte, für wen er denn im Bild festgehalten werden soll.
Selbst wenn er nur als Staffage gedacht war, um Monikas Äckschen stimmungsmäßig erklären, werde ich ihn also sorgfältig herausschneiden und hoffen, dass Monikas Äckschen sich auch so erklärt. Monika gibt nämlich ein hinreißendes Portrait, wenn sie in Äckschen ist.
Aufgenommen habe ich nur einigermaßen vertraute User, bei denen ich über die Jahre weiß, dass sie nichts dagegen haben, vermutlich. Wer zufällig im Bild ist, ist nicht gemeint, es soll ja die Stimmung abgebildet werden. Und die Rechtsfragen überlasse ich dem Forum. Ich schicke die Bilder informatorisch an Benni, und wenn die Crew auch meint, man kann das einstellen, dann nur zu. Man kann ein Bild, wenn es gewünscht wird, ja auch schnell wieder herausnehmen.
Denn viele freuen sich über Bilder als eine Art Rückblick auf ein paar wunderschöne Tage.
Der ständige Blick auf unseren Mangel verstellt uns den Blick auf unseren Reichtum, hatte jemand am Aussichtspunkt auf einen braunen Stein geschrieben. Und daneben ein historisches Fernglas gelegt für jene offenbar, die mit bloßem Auge ihren Reichtum nicht mehr wahrnehmen.
Gruß
artur